SPD-Ortsverein Mendig lud zum Neujahrsempfang
Großer Applaus für die Neujahrsansprache von Ministerpräsidentin Malu Dreyer
Mendig. Ralf Kraut, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Mendig hieß am vergangenen Sonntag anlässlich des Neujahrsempfangs seiner Partei zahlreiche Besucher, darunter Vertreter aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Kultur und heimischen Vereinen, willkommen. Sein ganz besonderer Gruß galt der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, und zahlreich angereisten Landtagsabgeordneten, wie dem stellvertretenden Leiter der Staatskanzlei und Kreisverbandsvorsitzenden Clemens Hoch, Marc Ruland (SPD), und Nicole Müller-Orth (Bündnis90/Die Grünen). Begrüßen konnte er auch Landrat Dr. Alexander Saftig und den Ehrenvorsitzenden des SPD-Ortsvereins, Gernot Mittler.
Mit Applaus und „Mennesch Ahoi“ zog zunächst das neue Mendiger Dreigestirn samt Gefolge in den Saal ein und präsentierte auf der Bühne das Prinzenlied. Prinz Peter der Zweite, „Präsi von de schwarz-ruude Jecke“ bat anschließend Ralf Kraut und Rita Weiler auf die Bühne, um den beiden mit einem Blumenstrauß (Rita Weiler) und der Verleihung des Prinzenordens (Ralf Kraut) zum Geburtstag zu gratulieren.
In einem anschließenden Grußwort sprach Marc Ruland in Form eines Rück- und Vorausblicks über den Landeshaushalt und unterstrich in diesem Zusammenhang mit Nachdruck seine Forderung nach einer kostenfreien Bildung ohne Einschränkungen in Rheinland-Pfalz. Er rief die Anwesenden zur Wiederwahl des amtierenden Stadtbürgermeisters Hans-Peter Ammel auf, der bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins einstimmig als Spitzenkandidat der Mendiger SPD für die Kommunalwahl 2014 aufgestellt worden war, und wünschte sich auch für die SPD im Kreistag mit Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten an der Spitze ein gutes Ergebnis.
Danach meldete sich der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Helmut Selig, zu Wort. Zunächst unterstrich er unter dem Motto „Wir für hier“, dass die Mendiger SPD sich gemeinsam mit Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel fünf Jahre lang engagiert habe, um die Zukunft der Stadt zu gestalten, wobei er auch Bündnis90/Die Grünen mit einschloss. „Wir haben uns zusammengerauft und sind auch nicht immer einer Meinung, aber unser Miteinander zeichnet sich durch eine gesunde Streitkultur aus, und dies beinhaltet auch eine Akzeptanz unterschiedlicher Standpunkte sowie ein Streben nach Gemeinsamkeiten, um Ziele zu erreichen“, so Selig Abschließend versicherte der Fraktionsvorsitzende: „Wir, die SPD Mendig mit unserem Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel halten weiter an unserer Gesamtausrichtung fest: nachhaltige Haushalts- und Finanzplanung, Innenstadtentwicklung zum Vorteil der Bürger und Gewerbetreibenden, neue innerörtliche Baugebiete, ständige Begleitung des Kinderbetreuungskonzeptes - familienfreundliches Gesamtkonzept, Politik zum Wohle der Bürgerinnen und der ansässigen Unternehmen und somit alles zum Wohle unserer Stadt.“
Ministerpräsidentin Malu Dreyer thematisierte in ihrer Neujahrsansprache außer der anstehenden Europawahl auch die Kommunalwahl. Letztere nutzte sie, um das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Kommunalpolitiker zu loben, es sei nur fair, den ehrenamtlichen Einsatz von Bürgermeistern und Ratsmitgliedern durch eine rege Teilnahme an den kommenden Wahlen zu würdigen. Zu Beginn jedoch bedankte sie sich für die Einladung der Mendiger SPD mit den Worten: „Sie können stolz darauf sein, einen Neujahrsempfang dieser Größenordnung mit allen gesellschaftlichen Gruppierungen gestalten zu können. Das spricht für Ihre Arbeit hier vor Ort!“
Bevor der 1. Beigeordnete der Stadt, Thomas Schneider, seinen Standpunkt zum Neu- und Ausbau der Mendiger Kindergärten deutlich machte und den Leiterinnen der Kindertagesstätten Zauberwald, St. Genovefa, Nikolaus- und Waldorfkindergarten je einen Geldbetrag und einen Blumenstrauß überreichte, bat der amtierende und wieder kandidierende Bürgermeister der Stadt Mendig, Hans-Peter Ammel, um Gehör und kommentierte im Rahmen einer Dia-Show zahlreiche Projekte, die die SPD unter seiner Federführung in den vergangenen fünf Jahren realisierte.
Bilanz der bisher geleisteten Arbeit
Dabei nannte er für das Jahr 2009 die Erneuerung der völlig desolaten Skaterbahn, für die 38.000 Euro investiert wurden. 2010 habe man sich für die Sicherheit der von den Sprengungen betroffenen Bürger eingesetzt sowie den Grundstückerwerb „Pflanzgarten“ und die Neugestaltung der Laacher Straße und des Erntewegs abgeschlossen. 2011 sei die Blumenstraße völlig neu gestaltet worden, und man habe den Kindergarten St. Genovefa für die Aufnahme von „U3-Kindern“ erweitert. Für 2012 führte Stadtbürgermeister Ammel die Planung des neuen St.-Nikolaus-Kindergartens, den Umbau des Von-Reth-Platzes und die Fertigstellung der Yerresstraße auf. 2013 habe es eine Probephase zur Umgestaltung der oberen Heidenstockstraße gegeben, und die Aufnahme der Stadt in das Programm „Ländliche Zentren, kleinere Städte und Gemeinden“ sei erfolgt. Außer der Einweihung des St.-Nikolaus-Kindergartens sei mit dem Ausbau der vierten Gruppe des städtischen Kindergartens Zauberwald begonnen worden. Schließlich habe man mit dem Neubau des Waldorfkindergartens an der Teichwiese begonnen, und die Arbeiten an der Hauptstraße sowie der Fallerstraße seien fertiggestellt worden. Mit Blick auf die geplanten Aktivitäten nannte der Stadtbürgermeister das Neubaugebiet Dammstraße, die Modernisierung des Marktplatzes und den Bereich Laacher See-Halle zur Bahnstraße hin, die Modernisierung des Lava Dome, die weitere Entwicklung des Gewerbegebiets/Flugplatz und eine bereits angedachte Überplanung der Teichweise/Kirmesplatz. Abschließend machte der Stadtbürgermeister darauf aufmerksam, dass nun das Gewerbegebiet A 61/B 262 ebenfalls genutzt werden könne, wenn auch anders, als 2010 von den Investoren vorgesehen.
Die Leiterinnen der Mendiger Kindertagesstätten konnten sich über Blumen und Geldbeträge zugunsten ihrer Einrichtungen freuen.
