Pflegestützpunkt Mendig/Pellenz
Gute Vorbereitung ist wichtig
Infoabend zur Pflegebegutachtung im Marienstift Mendig
Mendig. Im dritten Teil der Mendiger Vortragsreihe referierte Thomas Grollius vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen umfassend zum Thema „MDK-Begutachtung“. Bei Pflegebedürftigkeit, so der Referent, können Leistungen der Pflegeversicherung wie Pflegegeld oder Pflegesachleitungen in Anspruch genommen werden. Voraussetzung ist das Vorliegen einer Pflegestufe oder einer „eingeschränkten Alltagskompetenz“. Diese ist gegeben, wenn ein hoher Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf vorliegt, zum Beispiel bei Demenz. Beantragt werden die Leistungen jeweils bei der zuständigen Pflegekasse des Versicherten, die wiederum den MDK mit der Begutachtung und der Feststellung des individuellen Pflegebedarfes beauftragt. Hier sei es laut Grollius besonders wichtig, gut vorbereitet zu sein. So könne man im Vorfeld bereits über einige Tage hinweg ein Pflegetagebuch führen, um die anfallenden Verrichtungen oder, bei Vorliegen einer Demenz, die auffälligen Verhaltensweisen des Pflegebedürftigen zu dokumentieren. Dies vereinfache es dem Gutachter, sich ein umfassendes Bild vom Pflegebedarf machen zu können. Die Pflegekasse trifft anschließend auf Grundlage des erstellten Gutachtens ihre Entscheidung, ob und welche Pflegestufe gewährt wird und teilt diese dem Antragsteller mit. Ist der Betroffene mit der Entscheidung nicht einverstanden, hat er die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen oder einen neuen Antrag zu stellen. Beratung und Hilfestellung rund um dieses Thema leisten auch die Pflegestützpunkte vor Ort.
Bereichert wurde der Vortrag durch vielfältige Fragen, praxisnahe Beiträge und Erfahrungsberichte der Gäste, die im Anschluss noch zu einem kleinen Imbiss eingeladen waren. Im vierten Teil der Mendiger Vortragsreihe am Dienstag, 19. März, 19 Uhr, wird Osteopath und Heilpraktiker Christoph Klein die systemisch-osteopathische Stressregulation (SOS) vorstellen.
