Allgemeine Berichte | 04.09.2013

Ministerpräsidentin Malu Dreyer eröffnete das erste Wohnangebot für 24 Menschen mit schweren geistigen Behinderungen

„Haus an der Heidenstockstraße“ in Mendig eingeweiht

Einrichtungsleiterin Klaudia Racke-Hackenbruch, Malu Dreyer und Clemens Hoch, Vize-Chef der Staatskanzlei.

Mendig. Nur einen Steinwurf vom Lava-Dome Mendig entfernt ist in der Heidenstockstraße in Mendig ein gemeindenahes dezentrales Wohnangebot für 24 Menschen mit schweren geistigen Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf entstanden, das mit dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Ralf Birkenheier, Katholische Pfarrgemeinde, und Pfarrer André Beetschen, Evangelische Kirchengemeinde, von Ministerpräsidentin Malu Dreyer offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Für die Ministerpräsidentin ein Herzensanliegen, denn sie hat das Projekt bereits als Sozialministerin „auf dem langen Weg“ begleitet.

Den ehemaligen Bauernhof, in seinem Kern aus Basalt, ließen die Caritas Zentren der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe für 1,970 Millionen Euro zu diesem modernen, barrierefreien Wohnhaus umgestalten. „Dies alles ist nur möglich, wenn man starke Partner hat“, betonte Jörg Klärner, Geschäftsführer der St. Raphael CAB, und ergänzte: „Die Hälfte der Kosten tragen das Land Rheinland-Pfalz und der Landkreis Mayen-Koblenz, dafür ihnen herzlichen Dank. Ein weiteres Dankeschön geht an die Aktion Mensch“, die einen Zinszuschuss von über 153.000 Euro gewährte. Jörg Klärner dankte auch Dipl.-Ing. Wolfgang Rumpf und Bistumsarchitekt Herbert Tapprich, die den Bau begleitet und dieses barrierefreie Gebäude mit 24 Ein-Zimmer-Apartements mit WC und Dusche geschaffen haben.

„Es ist ein großes Plus“, so Klaudia Racke-Hackenbruch, Einrichtungsleiterin des Caritas Zentrums, „dass diese gemeindeintegrierte Wohneinheit mitten in der Stadt angesiedelt werden konnte: Keiner will zurück ins Heim. Und das liegt nicht nur an den schönen Einzelzimmern hier vor Ort - er liegt hauptsächlich an der veränderten Grund-Haltung.“

„Sie zeigen, wie klar Inklusion definiert ist; weit, weit weg von der Fürsorge“, lobte Malu Dreyer die Träger des Hauses und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Es ist ein völlig anderes Arbeiten, das viel von ihnen erfordert.“ Mit den Begriffen „Barrierefreiheit“, „Teilhabe“ und „Ich bin entscheidend“ stellten in einer Präsentation drei Bewohner und Janin Schwall, Leiterin des Bereichs Wohnen in der Gemeinde, drei wichtige Grundsätze des neuen Hauses vor. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Daniel Kuhn - Gitarre - und Professor Ernst Triner - Violine - sowie von der Musikgruppe aus der Tagesförderstätte, die alle 140 Gäste zum Mitsingen animierte.

Eine gelungene Feier, zu der zahlreiche Ehrengäste gekommen waren. Unter ihnen auch Bundestagabgeordnete Andrea Nahles, die Landtagsabgeordneten Hedi Thelen und Clemens Hoch, Prälat Franz Josef Gebert aus Trier, Vorsitzender des Caritasverbandes der Diözese Trier e.V., und Gernot Mittler sowie Thomas Schneider, Erster Beigeordneter der Stadt Mendig in Vertretung für Stadtbürgermeister Peter Ammel, Jörg Lempertz, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Mendig und Bernhard Mauel, Erster Kreisbeigeordneter des Kreises Mayen-Koblenz in Vertretung von Landrat Dr. Alexander Saftig, die Grußworte und Geschenke überbrachten.

Einrichtungsleiterin Klaudia Racke-Hackenbruch, Malu Dreyer und Clemens Hoch, Vize-Chef der Staatskanzlei.
Drei Bewohner und Janin Schwall, Leiterin des Bereichs Wohnen in der Gemeinde, stellten in einer kleinen Präsentation mit den Begriffen „Barrierefreiheit“, „Teilhabe“ und „Ich bin entscheidend“ drei wichtige Grundsätze des neuen Hauses vor.

Drei Bewohner und Janin Schwall, Leiterin des Bereichs Wohnen in der Gemeinde, stellten in einer kleinen Präsentation mit den Begriffen „Barrierefreiheit“, „Teilhabe“ und „Ich bin entscheidend“ drei wichtige Grundsätze des neuen Hauses vor.

Die Bewohner-Musikgruppe aus der Tagesförderstätte brachte die 140 Gäste zum Mitsingen.

Die Bewohner-Musikgruppe aus der Tagesförderstätte brachte die 140 Gäste zum Mitsingen.

Jörg Klärner, Geschäftsführer der St. Raphael CAB, dankte dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landkreis Mayen-Koblenz für die Finanzierung von 50 Prozent der Kosten.

Jörg Klärner, Geschäftsführer der St. Raphael CAB, dankte dem Land Rheinland-Pfalz und dem Landkreis Mayen-Koblenz für die Finanzierung von 50 Prozent der Kosten.

Einrichtungsleiterin Klaudia Racke-Hackenbruch, Malu Dreyer und Clemens Hoch, Vize-Chef der Staatskanzlei.

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