Allgemeine Berichte | 24.11.2015

Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

Internet mit vielen Möglichkeiten und Gefahren

„Die Risiken des Web 2.0“ thematisierte Elmar Esseln in Mendig

Bea Ternes begrüßt Dennis Lohner und Elmar Esseln (Mitte) im Hörsaal der Realschule plus in Mendig.E.T. Müller

Mendig. „Web 2.0 – Gefahren und Risiken“ lautete der Vortrag, zu dem Bea Ternes, Schulsozialarbeiterin der Realschule plus Mendig vom Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., in den Hörsaal der Realschule plus nach Mendig eingeladen hatte. Schließlich sind Internet, Computerspiele und Smartphones für Kinder und Jugendliche unverzichtbar. Gleich zu Beginn bedankte sich Bea Ternes bei Dennis Lohner von der Kreissparkasse Mayen für das Sponsoring dieses Abends sowie bei Elmar Esseln vom Pädagogischen Landesinstitut, hauptberuflich Leiter des Beratungszentrums der Polizei in Trier, der durch seinen lebendigen Vortrag die Zuhörer von der ersten Minute an in seinen Bann zog. Eltern können nicht wissen, wo und wie ihre Kinder im Internet unterwegs sind. Da sich viele Eltern bei Facebook angemeldet haben, spiele dieses soziale Netzwerk bei den Kids eine immer unbedeutendere Rolle. Heute chatten die Kinder über WhatsApp, führte Elmar Esseln aus und stellte fest: „Die Smartphones Ihrer Kinder können Sie als Eltern gar nicht mehr kontrollieren.“ So bekämen es Eltern auch nicht mit, wenn ihr Kind mit den falschen Leuten chatten würde und ungewollt in pädophile Kreise geriete. Nirgendwo sonst werde so viel gelogen wie im Internet. Und er berichtete von einem Erwachsenen, der mit falscher, junger Identität Kontakt zu einem Mädchen aufgenommen hatte. Oft werden die Kinder von ihrem „Freund“ oder ihrer „Freundin“ aufgefordert, anzügliche Fotos zu schicken. Dabei verliere man die Kontrolle über seine Fotos, die im Netz blieben und weiter verbreitet würden: „Was im Netz ist, bleibt im Netz.“ Auch Gleichaltrige können hinter solchen Attacken stecken, die Klassenkameraden im wahrsten Sinne des Wortes bloß stellen wollen. „Das Internet ist der Pranger des 21. Jahrhunderts“, so Elmar Esseln. Wie aber sollte man mit Beleidigungen und Cyber-Mobbing im Netz umgehen? Elmar Esseln gab ein ganz einfaches Rezept: „Wenn Sie nicht antworten, sind Sie als Opfer wertlos.“ Es sei nicht angeraten, zurück zu beleidigen, denn wer sich wehrt, ist für die Täter interessant. Und er führte weiter aus: „Wenn Kinder das Bauchgefühl haben, dass da was nicht stimmt, sollten sie unbedingt mit ihren Eltern darüber sprechen. Ohne die Eltern kommen Kinder da nicht raus.“ Woran aber können Eltern erkennen, dass ihr Kind in Not ist? Elmar Esseln: „Wenn Sie mitkriegen, dass Ihr Kind den Laptop, das Handy nicht mehr anmacht, können Sie als erste erkennen, dass Ihr Kind Mobbing ausgesetzt ist.“ Im Internet lauern aber noch weitere Gefahren: Abo-Fallen, das strafbare Herunterladen von Raubkopien in Musik und Film oder das strafbare Verbreiten von Pornografie oder brutaler Videos, etwa von Enthauptungen. Machen sich Kinder über ihr Handy strafbar, wird ihnen das Handy als Tatwerkzeug von der Polizei abgenommen. Geschieht die Tat über den elterlichen Computer, wird dieser von der Polizei als Tatwerkzeug beschlagnahmt. In Mendig gab der Referent auch wichtige Tipps, wie Eltern ihr Kind und ihren Computer beispielsweise durch sogenannte Kinderschutzprogramme schützen können. Dennoch bleibt ein Stück Unsicherheit, denn Smartphones gehören zum Leben der Kids.

Bea Ternes begrüßt Dennis Lohner und Elmar Esseln (Mitte) im Hörsaal der Realschule plus in Mendig.Foto: E.T. Müller

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