Neues Angebot der evangelischen Kirche Mendig
KKK Kunterbunt - Kaffee, Kleider und Kontakt
Nächstes Treffen am 26. Juni
Mendig. Mit einem neuen Angebot für Asylbewerber und Flüchtlinge, sozialschwache Familien, alleinerziehende Mütter/Väter und Rentner mit geringem Einkommen sowie für Aussiedler lädt die evangelische Kirche Mendig an jedem vierten Freitag im Monat in der Zeit von 11 bis 14 Uhr ins evangelische Gemeindehaus in der Heidenstockstraße 45 ein. Getreu dem Motto des Treffens: „KKK Kunterbunt - Kaffee, Kleider und Kontakt" haben die Besucher zum einen bei Kaffee und einem kleinen Imbiss die Möglichkeit, einander kennenzulernen und zum anderen können sie unter den vielfältigen Angeboten, bei denen es sich um Spenden handelt, das aussuchen, was sie dringend benötigen. Dazu zählen zum Beispiel Spielsachen, Kleinmöbel, Hygieneartikel, Haushaltsartikel und Geschirr sowie eine Kleiderausgabe für Frauen, Männer und Kinder. Außerdem bieten die anwesenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Beratung und Hilfe bei alltäglichen Fragen, Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen oder Hilfe bei Behörden- oder Arztbesuchen an. Nachdem Petra Wienpahl aus Mendig dieses Angebot noch bis vor Kurzem im Alleingang auf privater Basis realisierte, bekam die Aktion aufgrund der steigenden Nachfrage, nicht zuletzt auch durch die inzwischen in Mendig wohnenden Flüchtlinge bzw. Asylbewerber, eine so starke Eigendynamik, dass sie für eine Person alleine nicht mehr zu bewältigen war. Also wandte Petra Wienpahl sich an das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde Mendig mit der Bitte, einmal im Monat alle Spenden ins Gemeindehaus bringen zu dürfen, um sie den Bedürftigen in geselliger Runde anzubieten. Nach der spontanen Zusage und der tatkräftigen Unterstützung von Pfarrer André Beetschen und vielen ehrenamtlichen Helfern fanden bisher bereits zwei erfolgreiche KKK-Treffen im Gemeindehaus statt, in deren Verlauf auf die individuellen Bedürfnisse der notleidenden Menschen eingegangen werden konnte. Ob es sich dabei um einen dringend benötigten Staubsauger, einen Teppich für die spielenden Kleinkinder, einen Wasserkocher und um Babykleidung handelte - bis zum nächsten Treffen versuchen die Helferinnen und Helfer die Dinge zu besorgen, indem sie die spendenbereiten Bürger der Stadt ansprechen, von denen es laut Petra Wienpahl in Mendig sehr viele gibt. Auf die Frage von „Blick aktuell“, wie sie zum Beispiel die in Mendig lebenden Flüchtlinge auf die KKK-Aktion aufmerksam macht, sagte Petra Wienpahl: „Ich wende mich an die Deutschlehrerin der Volkshochschule, die mein Ansinnen übersetzt und den Familien mitteilt. Diese wiederum geben die Informationen weiter. Außerdem pflege ich einen regelmäßigen Kontakt zum Sozialamt in Mendig, wo die Flüchtlinge alle drei Monate ihren Ausweis verlängern lassen müssen.“ Außerdem steht Petra Wienpahl in ständigem Kontakt mit Hiltrud Surges von der katholischen Kirchengemeinde St. Cyriakus, die vor einigen Jahren gemeinsam mit Pastor Ralf Birkenheier die ebenfalls erfolgreiche Initiative „Regenbogen“ gegründet hat. Dies wiederum ermöglicht eine zielgerichtete und effektive Koordination der erforderlichen Hilfsmaßnahmen. „Wir sind dankbar für jede Hilfe. Ob es sich um eine Spende handelt oder um die Bereitschaft, einfach nur den Kontakt zu den Flüchtlingen zu suchen“, so Petra Wienpahl, die jedoch mit Nachdruck klarstellt: „Die evangelische Kirche möchte allen Menschen helfen. Da jedoch zur Zeit das Hauptbedürfnis bei den Asylbewerbenden liegt, richtet sich der Focus unserer Hilfe auf diese Menschen, wobei wir die sozial schwachen Bürger und Bürgerinnen der Stadt Mendig keineswegs aus dem Blickwinkel verlieren.“
Wer den Weg zum KKK-Treffen scheut, aber dennoch Hilfe in Anspruch nehmen möchte, kann sich unter Tel. (0 26 52) 39 59 oder per Mail an wieka@t-online.de wenden. Jede Anfrage wird selbstverständlich vertraulich behandelt. Das nächste KKK-Treffen im evangelischen Gemeindehaus findet am 26. Juni statt.
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