Eine Veranstaltung in der Mendiger Laacher-See-Halle
Kabarettistische Symbiose aus Puppen und Menschen
Darmstädter Kikeriki-Theater gastiert am 21. März in Mendig
Mendig. „Was? Die habt ihr nach Mendig bekommen?“, so äußerte sich der ehemals in Mendig wohnende Peter Frett, der jetzt als Wahlmainzer das Theater - die Comedy Hall in Darmstadt - des Kikeriki-Theaters bestens kennt, als er bei einem seiner Besuche in der Heimat vom Gastspiel des einzigartigen Theaters erfuhr.
Die Vorstellungen der einmaligen kabarettistischen Symbiose aus Puppen und Menschen sind seit 1993 jedes Mal restlos ausverkauft und eine Karte zu ergattern gestaltet sich mehr als schwierig. Aus diesem Grunde nimmt Peter Frett gerne die einstündige Fahrt nach Mendig auf sich, um die Veranstaltung in der Mendiger Laacher-See-Halle zu besuchen. „Das ist der Hammer“, so der Mainzer, „man lacht sich kringelig“.
Kikeriki-Theater klingt wie der Name eines Kindertheaters: Doch damit hat es überhaupt nichts zu tun, wenn die Puppenspieler und Spaßmacher um Gründer Roland Hotz mit ihrem neuen Stück „Deppenkaiser“ am Freitag, 21. März um 20 Uhr den Vorhang lüften.
„Dreigedrehte Dorfgeschichte“
„Es gab da mal ein Dorf, ein kleines feines Dorf mit kleinen feinen Häusern und mit lieben netten Leuten.
Es waren sogar ganz besonders liebe nette Leute, denn sie waren immer besonders freundlich, besonders friedlich und vor allem besonders fröhlich.
Jeder Tag war ein Festtag und jeder Morgen war ein glücklicher Morgen, denn sie liebten ihr Dorf, sie liebten ihr Leben und am meisten liebten sie einander. Doch eines Tages geschah in diesem kleinen feinen Dorf mit seinen kleinen feinen Häusern und seinen lieben netten Leuten etwas, was dort noch nie geschehen war: Ein fremder Reitersmann stand plötzlich aufgedreht in ihrem Dorf.“
Welche Drehung die Geschichte durch den aufgedrehten Fremden nimmt und warum er allen so lange den Kopf verdreht, bis sie letztendlich völlig überdreht sind, zeigt diese dreigedrehte Dorfgeschichte.
Das Spiel des Kikeriki-Theaters entsteht aus der Lust, dem Volk aufs Maul zu schauen und beim Wiederkäuen kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Mit Vorliebe werden die kleinen Probleme des Lebens, die Tücken des Alltags und all die menschlichen Schwächen mal schwer, mal leicht verdaulich dargeboten. So wird die Puppe zur dreidimensionalen Karikatur und lustvoll werden gerade die weniger angenehmen Zeitgenossen bis zur Irrwitzigkeit überzeichnet.
Karten gibt es ab sofort bei Tabakwaren Blum in der Mendiger Poststraße 27, Tel. (0 26 52) 44 62 und via Mail an info@blum-tabakwaren.de oder info@mendig.de.
