Ehemalige Metzgerei Brandenburg ist Anlaufstelle für Bedürftige
Kaffee Kunterbunt erfährt große Resonanz
Mendig. Unabhängig davon, wie Bundes- und Landesregierung die immensen Flüchtlingsströme bewältigen, gibt es in Mendig eine Organisation, die nicht über Für und Wider von Obergrenzen, Grenzzäunen oder sonstigen Begrenzungsmaßnahmen diskutiert, sondern einfach vor Ort anpackt, wenn es um die Erstversorgung der ankommenden Flüchtlinge in Mendig geht. Petra Wienpahl von der evangelischen Kirchengemeinde ist seit Monaten in dieser humanitären Angelegenheit unterwegs und hat inzwischen eine große Zahl von Helfern und Helferinnen um sich geschart, die ihr zur Seite stehen, wenn Arbeit anfällt. Und die ist reichlich, wie man von ihr erfahren kann. Angefangen vom Einsammeln der vielen Kleiderspenden, Haushaltsgegenständen, Möbeln, Fahrrädern und vielem mehr kümmert sie sich um die Woche für Woche neu ankommenden Asylbewerber, die der VG Mendig vom Land über die Kreisverwaltung zugeteilt werden. Sie versucht, den völlig mittellosen Neuankömmlingen eine Haushaltsgrundausstattung zu besorgen. Hoch erfreulich ist es, dass es inzwischen eine Vielzahl von Helfern gibt, die Fahrdienste leisten, Möbel transportieren, kleine Instandsetzungen durchführen, Fahrräder reparieren, Kleider sortieren, einlagern und so weiter. Alle zwei Wochen jeweils freitags von 11 bis 14 Uhr führt die Gruppe um Petra Wienpahl im Kaffee Kunterbunt den „Flüchtlingskaffee“ durch, bei dem nicht nur Flüchtlinge, sondern alle hilfesuchenden Menschen aus Mendig und Umgebung sich bei belegten Brötchen, Kuchen und Getränken kennenlernen können. Vor allem aber dürfen sie sich aus dem reichhaltigen Angebot gut erhaltene Kleidungsstücke und andere Gegenstände für ihre Ausstattung und ihren notwendigen Bedarf aussuchen.
Hilfsbereitschaft der Bürger macht die Flüchtlingshilfe möglich
Damit diese Veranstaltung reibungslos vonstatten geht, ist eine gute Vorbereitung von Nöten. Auch dafür sind dankenswerterweise immer wieder Menschen mit Herz bereit. Eine davon ist Annika, eine junge Mendigerin, die bei der Evang. Kirchengemeinde seit September ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) absolviert. Annika kennt bereits eine ganze Reihe der Flüchtlingsfamilien und deren Nöte. Sie ist sehr viel damit beschäftigt, die täglich ankommenden Sach- und Kleiderspenden aus der Mendiger Bevölkerung entgegenzunehmen, zu sortieren und in die Regale im Kaffee Kunterbunt zu stapeln. Sie ist quasi die rechte Hand von Petra Wienpahl. Dank des offenen Rundbriefes eines engagierten Mendiger Bürgers sind inzwischen viele hilfsbereite Personen auf die Flüchtlingshilfeorganisation aufmerksam geworden und bieten die unterschiedlichsten Unterstützungen an. So konnte eine dringend benötigte Lehrerin als Vertretung für den Deutschunterricht der VHS für Migranten gefunden werden, leerstehende Räume zur Unterstellung von Fahrrädern und Sachspenden wurden unbürokratisch vermittelt. Eine junge Mendiger Arzthelferin, die der arabischen Sprache mächtig ist, hat sich als Dolmetscherin angeboten und ist auch bereit, Flüchtlingsfamilien bei Bedarf zum Arztbesuch zu begleiten. Ebenso kam über diesen Brief auch die großzügige Spende der Mainzer Stiftung Aulenbacher über 1500 Euro zustande, die der Stiftungsvorsitzende, Gerd Döhr dem Förderverein der Ev. Kirchengemeinde Mendig für die Flüchtlingshilfe zur Verfügung stellte. Mit solchen Geldspenden können dringend notwendige Dinge angeschafft werden, die zur Grundsicherung der Menschen gehören und nicht von öffentlicher Hand getragen werden. So bekommt zum Beispiel die Frau aus Eritrea eine Brille, damit sie besser am Deutschunterricht teilnehmen kann. Andere erhalten das Busfahrgeld, um mit ihren Kindern zur Kreisverwaltung nach Koblenz fahren zu können. Auch ein Paket Windeln oder ein wenig Obst ist manchmal außer der Reihe nötig. All dies wird von Petra Wienpahl besorgt und organisiert. Die engagierte Mendigerin ist „Tag und Nacht“ für die ehrenamtliche Aufgabe unterwegs und stellt inzwischen fast ihre gesamte Freizeit in den Dienst der hilfsbedürftigen Menschen in Mendig. Dies macht sie nun bereits seit fast drei Jahren, als die ersten Flüchtlinge in Mendig ankamen. Deshalb wurde sie auch vorgeschlagen, beim „Tag des Ehrenamts“ von Landrat Dr. Alexander Saftig ausgezeichnet und geehrt zu werden.
Kontakt für hilfsbereite Menschen
Petra Wienpahl und ihr Helferkreis würden sich freuen, wenn sich weitere Menschen mit Herz für die humanitäre und ehrenamtliche Unterstützung der hilfebedürftigen Menschen bei ihr unter Tel. (0 26 52) 39 59 oder Email: wieka@t-online.de melden würden.
Pressemitteilung der
Mendiger Flüchtlingshilfe
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