Allgemeine Berichte | 07.10.2013

Drittes biblisches Nachtcafé fand Ende September in Mayen statt

Krise des Glaubens?

Der Regensburger Pastoraltheologe Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler. Privat

Mayen. Können wir von einer Krise des Glaubens sprechen? Dieser Frage stellte sich beim dritten biblischen Nachtcafé in Mayen der Regensburger Pastoraltheologe Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler. Seine These: Nicht der Glaube befindet sich in der Krise, wohl aber traditionelle Formen der Glaubensweitergabe. „Die Menschen wollen heute spüren, dass Glaube für sie selbst Sinn macht“, so der Referent. Deshalb sei Glaube heute schwieriger, aber auch persönlicher und spannender geworden. Dieser Herausforderung muss sich die Kirche heute stellen. „Wenn wir nicht den Mut haben, uns zu verändern, werden wir nur noch reagieren, nicht gestalten“. Kirche muss bereit sein zu hören, was Menschen bewegt und mit ihnen gemeinsam nach Orten des Glaubens in ihrem Leben suchen: Eine „spannende Spurensuche für die Zukunft“, der sich die zahlreichen Besucher des Nachtcafés gerne in der anschließenden lebhaften Diskussion stellten. Musikalisch bereichert wurde der Abend durch Vito Bergs, Querflöte. Das biblische Nachtcafé ist eine Kooperationsveranstaltung von Katholischer Familienbildungsstätte Mayen, dem Dekanat Mayen-Mendig und der Pfarreiengemeinschaft Mayen.

Der Regensburger Pastoraltheologe Prof. Dr. Heinz-Günther Schöttler. Foto: Privat

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