Lokalsport | 17.08.2015

RSC Eifelland Mayen

Mayener Radrennfahrer stellen sich dem Heimrennen

Am 30. August geht es rund um die Genovevaburg - Juniorenfahrer machen Hoffnung auf starke Leistungen

Die Mayener Teilnehmer des Goldpokalrennens 1968: (Von links) Alfred Doll, Hans-Horst Lohn, Günter Dietz, Kurt Petri, Günter Lanser, Paul Giersig, Heinz Hörter, Reiner Esper und Vorsitzender Albert Hartel. privat

Mayen. Während der gesamten Zeit seines 50-jährigen Bestehens spielte der aktive Rennsport im Mayener Radsportclub immer eine zentrale Rolle. Bereits zur Gründung des damals noch RSC „Flamingo“ Mayen benamten Vereins befanden sich starke Rennfahrer in den Mayener Reihen. Für die Verantwortlichen um den Vorsitzenden Albert Hartel war das Grund genug, schon kurz nach der Vereinsgründung im Jahr 1968 ein eigenes Rennen „Rund in Mayen“ auszutragen. Von Anfang an mit dabei: Sponsor Günther Hennerici mit seiner Firma „Eifelland Wohnwagen“. Er stiftete den namensgebenden Goldpokal und wurde kurz darauf sogar Namensgeber des nun RSC „Eifelland“ Mayen betitelten Radsportclubs. Der Verein brachte im Laufe der Jahre zahlreiche erfolgreiche Rennfahrer hervor, viele hielten jahrzehntelang die Treue. So sind Günter Lanser, Paul Giersig und Reiner Esper noch heute teils aktive Mitglieder des mittlerweile 140 Mitglieder starken Vereins.

Das 50-jährige Jubiläum ist nun Anlass für ein Festjahr voller besonderer Aktivitäten. Auf der Suche nach dem Höhepunkt der Feierlichkeiten wurde der Vorstand um den Vorsitzenden Martin Reis schnell fündig. Es sollte etwas sein, was sowohl dem Radsport der Region nutzt, als auch den Mayener Bürgern den Radsport näher bringt. Eine Wiederbelebung des alten Innenstadtrennens auf einem attraktiven und zuschauerfreundlichen Kurs „Rund um die Genovevaburg“ erfüllt beide Ansprüche. So lädt der RSC Mayen am 30. August alle Interessierten zu einem spannenden Renntag mit Start und Ziel auf dem Marktplatz. Die kurze Runde ist ideal, um das Rennen zu verfolgen, während Rennsprecher Andreas Paffrath aus Köln den Zuschauern mit fachkundigen Kommentaren das Geschehen näher bringt. Die zahlreichen anliegenden Gastronomiebetriebe bieten reichlich Gelegenheit, die Rennen von exklusiven Plätzen zu verfolgen.

Besonders die RSC-Rennfahrer hoffen natürlich auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung beim Heimrennen. Vor allem bei den Junioren (U19) - Start um 11.35 Uhr - erhoffen sich die Mayener starke Leistungen der eigenen Sportler. Mit Julius Molinski tritt hier ein hoffnungsvolles Talent in die Pedale. Der 17-Jährige rangiert unter den besten 50 Juniorenfahrern Deutschlands, obwohl er zum jüngeren Jahrgang gehört und erst im kommenden Jahr das volle Potenzial ausschöpfen kann. Mit ihm startet auch Aaron de la Haye im U19-Wettbewerb. Auch er konnte schon durch starke Ergebnisse auf sich aufmerksam machen und sollte vom Fahrertyp gut für den schweren Kopfsteinpflasterkurs gewappnet sein. Wie der U17-Fahrer (Start um 10.40 Uhr) Marius Theisen, von Haus aus eigentlich Teil der Mountainbike-Mannschaft des RSC Mayen, mit dem ungewohnten Terrain zurechtkommt, muss sich zeigen. Seine aktuelle Form macht auf jeden Fall Hoffnung auf ein gutes Ergebnis.

Top Ten ist das Ziel

Die meisten Fahrer schickt der Ausrichter beim C-Klasse-Rennen der Amateure um 13 Uhr an den Start. Gleich drei RSCler bestreiten die Saison als Teil des „AVIA racing teams“, einer Renngemeinschaft befreundeter Vereine aus dem Rheinland. Beim Heimrennen kämpfen sie allerdings selbstverständlich im Mayener Trikot um die wichtigen Top-Ten-Platzierungen, die zum Aufstieg in die B-Klasse berechtigen, wenn innerhalb einer Saison fünf erreicht werden. Mit aktuell drei solcher Platzierungen liegt Max Göke am aussichtsreichsten im Aufstiegsrennen und würde nur zu gerne vor heimischem Publikum einen entscheidenden Schritt weiter machen. Gleiches gilt für den Routinier und RSC-Neuzugang Reik Mantay. Nach über 20 Jahren im Rennsattel kennt er alle Tricks und Kniffe und bietet seinen jüngeren Mannschaftskollegen gute Orientierung. Als mehrfacher B- und sogar A-Fahrer weiß er auch, wie der Aufstieg zu bewerkstelligen ist; eine schwere Verletzung bremste ihn im Frühjahr allerdings aus. Im AVIA-Trikot meist als Helfer unterwegs, möchte auch Martin Reis in seiner Heimatstadt eine vordere Platzierung erkämpfen. Gerade in der C-Klasse wurden bereits namhafte Meldungen abgegeben, gleichwohl wollen sich die RSCler im Feld behaupten.

Auch aus Sicht des AVIA-Teams spielt das Rennen eine wichtige Rolle, schließlich präsentiert sich der Hauptsponsor vor Ort und so stehen alle Fahrer am Start. Auch Joshua Dohmen in der B-Klasse, wo er sich beim Hauptrennen um 15.15 Uhr der starken Konkurrenz der unterklassigen Profis stellen muss. Allein in diesem Rennen sind 750 Euro Preisgeld ausgelobt, ein Anreiz für starke Fahrer aus nah und fern. Weitere Informationen rund um das Rennen gibt es unter www.rsc-mayen.de.

Die Mayener Teilnehmer des Goldpokalrennens 1968: (Von links) Alfred Doll, Hans-Horst Lohn, Günter Dietz, Kurt Petri, Günter Lanser, Paul Giersig, Heinz Hörter, Reiner Esper und Vorsitzender Albert Hartel. Foto: privat

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