150 Jahre Dorfbrunnen Volkesfeld
Nasskalte Witterung konnte die Stimmung nicht trüben
Volkesfeld. Während am vergangenen Sonntag wegen des nasskalten Wetters viele Veranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen waren, ließ die Volkesfelder Bevölkerung, die an diesem Tag das 150-jährige Bestehen ihres Dorfbrunnens feierte, sich von den niedrigen Außentemperaturen nicht weiter beeindrucken. Kurzerhand beschlossen die Organisatoren des Festes, bei denen es sich um einen Arbeitskreis handelte, der sich wiederum aus dem Jugend-, Senioren und Kulturausschuss gebildet hatte, das ursprünglich rund um den Dorfbrunnen geplante Rahmenprogramm in das Dorfgemeinschaftshaus zu verlegen, was sich alleine schon deshalb als hervorragende Idee erwies, weil die Besucher des Festes ein wenig enger zusammen rücken mussten und somit ein ausgesprochen gemütliches Ambiente entstand. Dagegen schienen die Kinder sich bei den Wasserspielen trotz Regen und Wind vor dem Dorfgemeinschaftshaus bestens zu amüsieren. Unter der Anleitung von Martin Schüller und Tina Schubach (Arbeitskreis) versuchten sie immer wieder mit Hilfe einer alten Feuerwehrhandpumpe eine Büchsenpyramide zum Einsturz zu bringen oder interessierten sich für die vielen unterschiedlichen Spiele aus dem Spielmobil der VG Mendig.
Tolle Stimmung
Derweil sorgte das in der Region bestens bekannte Jugend-Chaos-Orchester, dem insgesamt zwölf jugendliche Musiker aus Weibern, Wabern, Kempenich und Volkesfeld angehören für eine tolle Stimmung. Das Orchester hatte sich aus der Blaskapelle Weibern rekrutiert und daraus wiederum entstand das Jugend-Chaos-Orchester, das eigentlich unter der Leitung von Jenny Heilig zum Teil auch selber komponierte Stücke spielt, jedoch in Volkesfeld von Jessica Kairies geleitet wurde. Übrigens würde das Orchester sich gerne weiter vergrößern und sucht deshalb noch Leute, die Klarinette, Querflöte, Trompete, Saxophon, Gitarre oder Keyboard spielen können. Am Abend begeisterte der Volkesfelder Chor „Taktvoll“ mit bekannten Interpretationen wie „Fields of gold“, „Turning tables“ oder „Perfekte Welle“ oder dem bekannten „Hallelujah“ von Leonhard Cohen. Nachdem sich die Fußballfans beim public viewing das spannende DFB-Pokalendspiel „ausgetobt“ hatten, bildeten die Darbietungen des Duos „Glad Valley“ ab 22 Uhr das musikalische Sahnehäubchen des unterhaltsamen Programms. Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl der Gäste bestens gesorgt. Während am Nachmittag ein mit verführerischen Torten bestücktes Kuchenbüfett zum Schlemmen einlud, hielt die Küche neben den üblichen deftigen Leckereien etwas ganz Besonderes bereit. So hatte die Jagdpächterin Jovita van Kell Wildspezialitäten spendiert, aus denen unter anderem ein köstliches Reh-Muffel-Gulasch mit Spätzle oder eine ausgesprochen leckere und erstaunlich fettarme Wildschweinbratwurst zubereitet worden waren. Die Festgäste waren dermaßen begeistert, dass sie die weiteren Grillspezialitäten fast völlig außer Acht ließen. Eine ursprünglich geplante Bilderausstellung, die den geschichtlichen Hintergrund des 1983 neu gestalteten und zum dritten Mal versetzten Dorfbrunnens aufzeigen sollte, kam leider nicht zustande, da –auch in der Volkesfelder Bevölkerung- kein entsprechendes Fotomaterial vorhanden war.
