Ordentliche Mitgliederversammlung des Waldbauvereins Mayen-Koblenz
Neues Führungsteam möchte weiterhin „Beraten, Fördern, und Helfen“
Vorstandswahlen und jede Menge Information
Langenfeld. Gut besucht war auch in diesem Jahre die ordentliche Mitgliederversammlung des Waldbauvereins Mayen-Koblenz, in der Gemeindehalle von Langenfeld. Eines steht jedenfalls mit Fug und Recht fest: Es ist gut und äußerst wichtig, das es den nunmehr 41 Jahre alten, weit über 400 Mitglieder zählenden Waldbauverein gibt. Denn es wäre nicht auszudenken, wenn diese vorsorgliche Pflege unseres Waldes, sozusagen „vor der Haustür“ nicht mit soviel Liebe, Herzblut und Vorsorge betrieben würde. Wälder haben in unserer heutigen Zeit vielfache lebenswichtige Funktionen. Sie sind Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und Tiere. Sie liefern den erneuerbaren vielfältig verwendbaren und umweltfreundlichen Rohstoff Holz und sind weltweit von großer Bedeutung für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Gleichzeitig bieten uns die Wälder Rückzugsmöglichkeiten aus dem gestressten Alltag und Raum für Erholung und sportliche Aktivitäten inmitten einer natürlichen Umgebung. Dies kam besonders im exzellenten Referat des Forstamtsleiters Eberhard Glatz, der zum Thema Umweltbildung- und Waldpädagogikprogramm innerhalb des Forstamtes Koblenz sprach, zum Ausdruck. 30 Prozent der gesamten Waldbaufläche ist Privatwald und da spielt die Land- und Forstwirtschaft im waldreichsten Land Rheinland-Pfalz eine große Rolle. Und wie heißt es doch so schön: „Die Nutzung des Waldes ist der beste Naturschutz“. Der langjährige, ab 1990 agierende, Vorsitzende des Waldbauvereins, Gottfried Groß, hatte die Veranstaltung eröffnet, bei der neben der Freude über die Bewahrung der Artenvielfalt, den wertvollen Rohstoff Holz oder die Freizeitaktivitäten in waldreichen Arealen, auch kritische Töne zum Ausdruck kamen. Nun, auch dies muss möglich sein. Für Gottfried Groß und auch seinen Vorstandskollegen, den Geschäftsführer Manfred Fuhr, der einen ausführlichen Geschäftsbericht ablieferte, waren dies die letzten Amtshandlungen, weil beide nicht zur Wiederwahl bereitstanden.
„Der Wald ist eine Kulturlandschaft und von unschätzbarem Wert“
Jedenfalls freute man sich, das wieder illustre Gäste, wie Addi Weiland (MdL), Kreisbeigeordneter Rudi Zenz, oder der VG Beigeordnete Walter Wendel, die auch herzliche Grußworte sprachen, den Weg nach Langenfeld gefunden hatten, um damit ihre Wertschätzung für die Arbeit des Vereins auszudrücken. „Dieser Wald ist eine Kulturlandschaft und von unschätzbarem Wert. Bei allen Aufgaben, die der Wald für uns wahrnimmt, haben wir nur eine Aufgabe: Diesen Wald zu schützen. Und die hehre Aufgabe der Waldbesitzer im Waldbauverein besteht darin, als Umweltvorsorge diese Schutzwirkungen des Waldes zu sichern, zu erhalten und weiter zu entwickeln“, so die Meinung der drei Persönlichkeiten.
Entlastung des alten Vorstandes und Neuwahlen
Beim von Christian Müller vorgetragenen Kassenbericht erfuhren die Mitglieder, dass der jetzige Kassenbestand 8.327,51 Euro beträgt. Die Kassenführung wurde von den Kassenprüfern, die beide in ihrem Amt bestätigt wurden, als äußerst korrekt beschrieben, sodass dem Vorstand Entlastung erteilt werden konnte. Dem Langenfelder Ortschef, Alfred Schomisch oblag es, die Neuwahl des Vorstandes durchzuführen.
Diesem gehören nun an: 1. Vorsitzender Walter Kuhl, 2. Vorsitzender Rudi Börsch, Geschäftsführer Christian Müller, Kassiererin Bärbel Müller, Beisitzer Ulrich Bechthold, Peter Göke, Jürgen Christian, Axel Schneider, Gottfried Groß und Manfred Fuhr. Klar das die beiden letztgenannten mit einem Geschenk geehrt wurden, verbunden mit dem Dank des neuen Vorsitzenden Walter Kuhl, der auch eine weitere Ehrung für den langjährigen Kassierer Josef Freund vornahm.
Vortrag, Informationen und Termine
Äußerst interessant auch der Vortrag von Dr. Walter Schuh über forstpolitische und forstbetriebliche Themen. In Vertretung von Forstdirektor Hans Jörg Pohlmeier berichtete der Büroleiter des Forstamtes Ahrweiler, Gerhard Günter, über die aktuelle Holzmarktlage. Und die sieht gar nicht so schlecht aus. „Alle Holzsortimente sind praktisch verkäuflich zu auskömmlichen Preisen. Wir haben in den letzten zwei Jahren ein kleine Seitwärtsbewegung gehabt, aber es verharrt zur Zeit auf hohem Niveau. Wir sind voll und ganz zufrieden, denn wir können nicht so viel Holz nachliefern, wie die Industrie nachfragt. Auf Grund der guten wirtschaftlichen Lage sind dementsprechend auch die Holzpreise hoch, und das ist sehr erfreulich“, so Gerhard Günter. Alles in allem können die Mitglieder stolz auf „ihren“ Waldbauverein, mit Waldpflege, Waldbewirtschaftung, Beratung, Förderung sowie der wertvollen Umweltvorsorge sein. Man weiß um die besondere Bedeutung für eine nachhaltige Waldbaukultur. Und so sollte es auch weiterhin bleiben. Natürlich stand auch der Termin für die Lehrfahrt 2015 und eine rege Aussprache auf dem Programm.
Die Veranstaltung am Wochenende war gut besucht.
Glückwünsche vom alten Vorsitzenden Gottfried Groß (re.) an den „Neuen“, Walter Kuhl.
Ehrung für Geschäftsführer a.D. Manfred Fuhr (mitte). Er ist seit der Gründung des Vereins im Vorstand.
