Politik | 23.05.2014

Megina-Gymnasium soll teilweise barrierefrei werden

Nur eingeschränkte Möglichkeiten

Koblenz/Mayen. Die Schulabteilung der Kreisverwaltung will auch am Megina-Gymnasium in Mayen wenigstens teilweise die Barrierefreiheit erreichen. Das Problem: Die Baumöglichkeiten in dem Gebäudekomplex auf dem Knüppchen sind mehr als einge-schränkt. Die Inklusion behinderter Menschen an den weiterführenden Schulen ist schon lange ein Thema. Im Landkreis als Träger der weiterführenden Schulen gibt es vier vom Land ausgewiesene Schwerpunktschulen für die Integration von Schülern mit Handicap.

Doch nicht überall bieten die Schulen die Voraussetzungen, die gewünschte Barrierefreiheit zu erreichen. Besonders augenfällig ist das beim Megina-Gymnasium. Es zog 1963 von der Innenstadt an den heutigen Standort auf dem Knüppchen um. Durch die Zunahme der Schülerzahlen wurde 1972 angebaut. Der letzte große Ausbau erfolgte 2010, als der Kreis die Schule mit einer Bibliothek ausstattete: „Schon damals war es schwierig, den benötigten Raum zu schaffen. Das Areal, die alte Bausubstanz und die Lage auf dem Berg schränken unsere Möglichkeiten deutlich ein“, erklärt Ullrich Busch, Referatsleiter für die Schulanlagen. Im Kreishaus hat man Verständnis für Eltern, die ihr behindertes Kind am Megina-Gymnasium einschulen wollen. Busch hat daher Gespräche mit der Schulleitung aufgenommen, um auszuloten, was dort machbar ist, um wenigstens in Einzelfällen eine Lösung anbieten zu können. Ein besonderes Problem sind die Fachräume auf den unterschiedlichen Etagen. Gemeinsam mit dem Schulleiter, Professor Edzard Visser, hat Busch eine Lösung erarbeitet: „Wir streben an, die Unterrichtsversorgung auf der Eingangsebene anzubieten, lediglich die Biologiefachräume müssen mittels eines Treppenlifters im Untergeschoss erschlossen werden.“ Die Schule hat die vorgeschlagenen Lösungsansätze begrüßt. Im Kreishaus will man auch den Vor-schlag der Schule, die Behindertentoilette im Bereich der übrigen Schülertoiletten anzubieten, weiterentwickeln. Landrat Dr. Alexander Saftig drängt, direkt in die weiteren Planungen einzusteigen: „Wir wollen das möglichst bis zu Beginn des kommenden Schuljahres realisieren, da wegen eines Schülers akuter Handlungsbedarf besteht. Wir tun, was möglich ist.“ Ein Fachberater wird nun klären, ob die technische Realisierung eines Treppenlifters im Bereich der Freitreppe zur Aula möglich ist. Weitere Abstimmungen sind mit der Bauaufsicht der Stadt Mayen, der Unfallkasse und der Schul-aufsicht nötig. „Mit diesen Schritten hätten wir unter den gegebenen Voraussetzungen viel erreicht“, so Busch.

Pressemitteilung

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Landkreis Mayen-Koblenz

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