Allgemeine Berichte | 15.07.2013

Verbandsgemeindefeuerwehrtag in Volkesfeld

„Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif“

Zahlreiche Verpflichtungen, Beförderungen und Ehrungen bestimmten die öffentliche Tagung der Wehren

„Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif“

Volkesfeld. Außer den fast vollständig vertretenen Wehren der VG-Mendig waren außergewöhnlich viele Besucher zum Verbandsgemeindefeuerwehrtag nach Volkesfeld gekommen. Nach einem gemeinsamen, von Pfarrer Erich Fuchs zelebrierten Gottesdienst, begrüßte  zunächst der Bürgermeister der VG-Mendig, Jörg Lempertz unter den Ehrengästen insbesondere Mechthild Heil (MdB), Kreisfeuerwehrinspekteur Walter Weber, Kreisjugendwart Dieter Zimmermann, Wehrleiter Stephan Schüller, den Wehrführer der FFW Volkesfeld, Albert Wingender, Feuerwehrarzt Dr. Gluttig, Wehrleiter a.D. Franz-Josef Geilen, den Beigeordneten der VG-Mendig, Joachim Plitzko, Mendigs Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel, die Bürgermeister der VG-Gemeinden, Mitglieder des VG-Rates und des Feuerwehrausschusses, Peter Schäfer (Voba RheinAhrEifel), Stephan Zepp (KSK Mayen) sowie Andreas Loeb (VG-Verwaltung Mendig).  Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung gestaltete die Feuerwehrkapelle Mendig, die seit 15 Jahren von Hans Mintgen geleitet wird. In seiner Ansprache würdigte der VG-Bürgermeister die FFW Volkesfeld,  die in diesem Jahr auf eine 120-jährige Tradition zurückschauen kann. In diesem Zusammenhang wies Jörg Lempertz auf den Neubau des Feuerwehrhauses Volkesfeld im Jahre 1982, die Anschaffung eines TSF – W vor zehn Jahren und die eigenständige Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeuges im Mai 2009 hin. Außerdem hob er den in Eigeninitiative gestalteten Ausbau und die Modernisierung des Feuerwehrhauses hervor.

Mehr als nur Brandbekämpfer

„Seit 1974 gibt es hier in Volkesfeld eine Jugendfeuerwehr, für die man in diesem Jahr wieder einmal mit Erfolg die Werbetrommel gerührt hat, sodass hier der Nachwuchs gesichert ist. Meine persönliche Einschätzung der Feuerwehr Volkesfeld lautet:  Sie ist selbstständig, höchst motiviert und äußerst zuverlässig“, so VG-Bürgermeister Jörg Lempertz, der dem Wehrführer Albert Wingender als Geburtstagsgeschenk für die Volkesfelder Wehr einen Scheck überreichte. Anschließend gab er einen Überblick über die Investitionen der VG-Feuerwehren. Hier wies er auf die Anschaffung des HLF 20 für die FFW Mendig sowie die Anschaffung des Rettungsbootes RTB I inklusive Transportanhänger für den Einsatz am Waldsee Rieden hin, wobei Letztere im Anschluss an die Tagung von Pastor Erich Fuchs eingesegnet wurde. Der VG-Bürgermeister nannte außerdem die Anschaffung eines mobilen Stromerzeugers inklusive zweier Powermoons, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Bell und die Umstellung auf digitale Alarmierung. Weiter unterstrich Jörg Lempertz: „Die Feuerwehrleute müssen sich heutzutage einer ständig wachsenden Herausforderung stellen. Sei sind nicht mehr reine Brandbekämpfer, sonder Umweltexperten, Chemieexperten und nicht zuletzt Unfallhilfe-Experten. Dies wurde erst kürzlich wieder bei einem Einsatz zur Dammrettung (Riedener Mühlen), einem Sprengstoffeinsatz (Rieden) und einem Disco-Brand (Mendig) deutlich“, so Lempertz, der sich zum Abschluss seiner Rede bei den Wehrleuten auch für ihren ehrenamtlichen Einsatz bei zahlreichen Übungen, Weiterbildungsmaßnahmen, Hilfeleistungen und die Bereitschaft, rund um die Uhr für die Menschen da zu sein, herzlich bedankte.

Wehrleiter Stephan Schüller brachte anschließend seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich - im Gegensatz zu den Vorjahren - so viele Kameraden und Kameradinnen zum VG-Feuerwehrtag in Volkesfeld eingefunden hatten. „Wieder ist ein Jahr vergangen und viele Einsätze wurden durch die Kameraden der Feuerwehren der VG Mendig abgewickelt. Ich bin hierbei selbst etwas überrascht, zu welchen Kuriositäten man mittlerweile die Feuerwehren alarmiert“, sagte der Wehrleiter und wies dabei auf einen Gasalarm hin, der sich letztlich auf den Geruch von Schuhputzmitteln bezog. Wehrleiter Schüller bat die Anwesenden anschließend um einen Applaus dafür, dass die Verbandsgemeinde trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage immer wieder Gelder für die Anschaffung von technischen Geräten bereitstellt. „Wir müssen natürlich weiter in die Ausstattung der Wehren investieren. So sind zum Beispiel einige Fahrzeuge in Rieden und Bell um die 20 Jahre alt und wir müssen jetzt frühzeitig die Neubeschaffung bzw. die Zuschussanträge beim Land Rheinland-Pfalz in die Wege leiten. Bisher haben die Feuerwehren bzw. die Wehrleitung immer nur das gefordert, was sinnvoll und notwendig war und dies gilt auch für die Zukunft. Allerdings gibt es Sicherheit nicht zum Nulltarif!“

Nach einem weiteren Grußwort durch den Wehrführer der FFW Volkesfeld, Albert Wingender, und dem Bürgermeister der Gemeinde Volkesfeld, Rudolf Wingender, ließ Kreisfeuerwehrinspekteur Walter Weber es sich im Verlauf seines Grußwortes nicht nehmen, der FFW Volkesfeld im Namen aller Feuerwehrkameraden des Kreises Mayen-Koblenz und des Kreisfeuerwehrverbandes zum 120. Geburtstag zu gratulieren.

Verpflichtungen und Ehrungen

Zum Abschluss der Tagung nahm VG-Bürgermeister Jörg Lempertz gemeinsam mit Wehrleiter Stephan Schüller zahlreiche Verpflichtungen, Beförderungen, Bestellungen und Ehrungen vor. Während Gerd Schüller (Mendig), Bertram Portz und Stephan Weilberg (Rieden), sowie die drei Volkesfelder Feuerwehrmänner Matthias Degen, Manfred Müller und Udo Schüller für ihre 35 Jahre währende Mitgliedschaft geehrt wurden, konnten zehn neue Anwärter verpflichtet - sowie insgesamt 15 Wehrleute zum Feuerwehrmann, zum Oberfeuerwehrmann-/frau, zum Brandmeister (gleichzeitig zum Gruppenführer) und zum Oberbrandmeister befördert werden. Oberlöschmeister Wendelin Hilger aus Rieden wurde in die Alterswehr verabschiedet. 

Nach einer erfolgreichen Grundausbildung gab es für einige Anwärter die Beförderung zum Feuerwehrmann.

VG-Bürgermeister Jörg Lempertz und Wehrleiter Stephan Schüller verabschiedeten Oberlöschmeister Wendelin Hilger aus Rieden in die Alterswehr.

Voller Stolz nahm Martin Breitbach die Beförderung zum Hauptfeuerwehrmann entgegen.

„Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif“
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