Allgemeine Berichte | 14.11.2014

Die Mendiger Kinder gedachten des Heiligen Martin

Sternenklarer Himmel und laue Temperaturen lockten viele Besucher

Die Kindergartenkinder St. Genoveva in ihrer gleichnamigen Pfarrkirche.

Mendig. Der Festtag des Heiligen Martin von Tours, einer der bekanntesten Heiligen der katholischen Kirche, wurde nun in Mendig gefeiert. In vielen Regionen Deutschlands sind Umzüge zum Martinstag üblich. Bei den Umzügen ziehen Kinder zum Gedenken mit Laternen und singend durch die Straßen ihres Ortes. In Mendig war das Gedenken in diesem Jahr auf den Vorabend des 11. November gelegt worden. In Obermendig versammelten sich die Kinder zunächst mit ihren Laternen, vielfach auch Fackel genannt, begleitet von den Eltern oder Großeltern in der Obermendiger Pfarrkirche St. Genoveva, der einzigen in Deutschland, deren Pfarrpatronin die Heilige Genoveva von Paris ist. Pfarrer Ralf Birkenheier hielt eine kindgerechte Andacht, die von den Kindergartenkindern St. Genoveva mitgestaltet wurde. In der zu diesem Zweck wenig beleuchteten Kirche konnten die Kinder schon mal einen Eindruck gewinnen, wie ihre vielfach selbst gebastelten Laternen gleich beim Zug wirken würden.

St. Martin ritt durch Obermendig

Vor der Obermendiger Kirche formierte sich dann auch zügig einer der beiden Mendiger Martinszüge, der von der Schützenkapelle und der Jugendfeuerwehr angeführt und wie alljährlich von der Freiwilligen Feuerwehr verkehrstechnisch gesichert und beleuchtet wurde. Allen voran der römische Offizier Martin auf seinem stolzen Pferd und natürlich in seinem roten Mantel, den Martin der Legende nach mit seinem Schwert teilte, um einen Bettler zu kleiden. Auf dem vorgesehenen Weg standen dicht gedrängt weitere Laternenkinder, um sich dem vorbeiziehenden Zug anzuschließen. Ein zweiter Zug formierte sich derweil in Niedermendig, um durch die Feuerwehr koordiniert weitgehend gleichzeitig am Martinsfeuer auf der Freifläche an der Fallerstraße einzutreffen.

Auch durch Niedermendig ging der Zug

Bis vor wenigen Jahren hatten die immer leicht konkurrierenden Stadtteile Mendigs noch jeweils ein eigenes Feuer. Der „Niedermendiger St. Martin“ ritt auf einem prächtigen Schimmel und der Zug wurde vom Musikverein Bell angeführt. Im kommenden Jahr wird dies im turnusmäßigen Wechsel die Mendiger Schützenkapelle und die Jugendfeuerwehr tun.

Wecken für die Kinder

Bei sternenklarem Himmel und lauen Temperaturen sah es so aus, als wären alle, aber wirklich alle Mendiger Kinder mit ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern beim Martinszug dabei. Alle Hände voll zu tun hatte Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel, der mit seinem Ersten Beigeordneten Thomas Schneider die begehrten Martinswecken verteilte, die besonders die Augen der kleinen Kinder leuchten ließen.

Die Kindergartenkinder St. Genoveva in ihrer gleichnamigen Pfarrkirche.
Der „Niedermendiger St. Martin“ ritt auf seinem prächtigen Schimmel dem Zug voran. WE

Der „Niedermendiger St. Martin“ ritt auf seinem prächtigen Schimmel dem Zug voran. Fotos: WE

Das Mendiger Martinsfeuer brannte lichterloh.

Das Mendiger Martinsfeuer brannte lichterloh.

Von Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel persönlich bekam Marie Schmidt den begehrten Martinswecken. Marie war mit ihrer kleinen Schwester Lia und deren Laterne beim Zug mitgelaufen.

Von Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel persönlich bekam Marie Schmidt den begehrten Martinswecken. Marie war mit ihrer kleinen Schwester Lia und deren Laterne beim Zug mitgelaufen.

Die Kindergartenkinder St. Genoveva in ihrer gleichnamigen Pfarrkirche.

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