Blaulicht | 11.11.2024, 10:03 Uhr

Bonner Kripo ermittelt immer häufiger wegen des Verdachts des Anlagebetruges

65-jährige Bonnerin um rund 50.000 Euro betrogen

Ermittlungsverfahren wegen „Cybertrading-Fraud“

Symbolbild. Quelle: Polizei NRW
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Bonn. Immer häufiger werden Verbraucher durch den sogenannten „Cybertrading-Fraud“ im Anlagebereich betrogen. Diese Betrugsmasche beginnt oft mit vermeintlich seriösen Online-Anzeigen zu Kryptowährungen und anderen Anlageprodukten. Besonders in sozialen Medien, Online-Magazinen und über Online-Suchen werden lukrative Investitionsangebote beworben, oftmals unter dem Vorwand, Prominente hätten damit Erfolg gehabt.

Doch was steckt hinter der Betrugsform „Cybertrading-Fraud“?

Nach der Registrierung auf einer entsprechenden Website kontaktiert ein freundlicher „falscher Makler“ die potenziellen Opfer und überredet sie, eine erste, überschaubare Investition (oftmals zwischen 250 und 500 Euro) zu tätigen. Über eigens eingerichtete Plattformen wird Interessierten eine hohe Rendite suggeriert, die in Wirklichkeit niemals zur Umsetzung kommt. Um den Betrug weiterzutreiben, setzen die Täter auf ausgeklügelte Methoden, um das Vertrauen der Opfer zu gewinnen und höhere Beträge zu erlangen.

Erst kürzlich wurde eine Geschädigte im hiesigen Zuständigkeitsbereich Opfer eines solchen Betrugs. Nach Kontaktaufnahme über eine vermeintlichen Anlageplattform überwies sie schließlich 50.000 Euro zu Anlagezwecken. Weitere Überweisungen im fünfstelligen Bereich wurden dank der Aufmerksamkeit der Bank des Geschädigten nicht ausgeführt. Erst daraufhin wurde sich die Geschädigte bewusst, dass sie Opfer eines Betrugs geworden ist - sie erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die spezialisierten Ermittler des zuständigen KK 23 nehmen die immer wieder auftretenden Fälle zum Anlass, über diese spezielle Betrugsmasche zu informieren und Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen:

Anleger sollten vorsichtig sein und bei derartigen Angeboten skeptisch bleiben.

Auch vermeintliche Auszahlungen entpuppen sich in der Regel als betrügerisch.

Eingehende Gelder stammen oftmals von anderen Geschädigten. Die Täter nutzen die Gutgläubigkeit der Kontoinhaber für ihre Zwecke. Die Geldempfänger leiten die Zahlungen in der Regel abermals zu „Anlagezwecken“ weiter. Da sie jedoch selbst unberechtigte Empfänger fremder Gelder geworden sind, läuft man Gefahr, in den Verdacht einer strafbaren Geldwäsche zu geraten!

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bietet auf ihrer Website Informationen und Warnungen zu verdächtigen Online-Plattformen.

Verbraucher sollten sich jedoch bewusst sein, dass nicht jede betrügerische Website dort gelistet ist.

LKA NRW / Vorsicht-vor-online-Anlagebetrug https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/vorsicht-vor-online-anlagebetrug/

Checkliste für ihre Sicherheit (Quelle: LKA NRW):

Beim Online-Trading besteht ein sehr hohes Verlustrisiko. Betrügerische Webseiten sind auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Daher sollten potentielle Anleger/-innen den Trading-Anbieter auf folgende Merkmale hin überprüfen:

Informieren Sie sich über die Trading-Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen.

Gibt es auf der Webseite Hinweise zum Betreiber bzw. Ersteller der Webseite? Werden Ansprechpartner/-innen benannt? Gibt es Hinweise dazu, wo die Firma niedergelassen ist (Deutschland/Ausland)?

Geben Sie keine sensiblen Daten preis.

Bei Anlageformen, in denen Sie unkundig sind ist das Risiko für Betrug hoch. Lassen Sie sich seriös beraten! Nutzen Sie den Service von Verbraucherzentralen oder spezialisierten Anwälten oder fragen Sie einfach bei ihrer Hausbank nach deren Einschätzung.

Seien Sie kritisch bei dem Versprechen hoher Gewinne.

Unaufgeforderte Beratungsgespräche im Zusammenhang mit Anlagemöglichkeiten (Telefonwerbung, E-Mails) sind ohne vorherige Einwilligung grundsätzlich verboten.

Gewähren Sie niemandem mittels Fernwartungssoftware (beispielsweise AnyDesk oder Team Viewer) Zugriff auf Ihren Computer.

Vorsicht vor Identitätsdiebstahl: Übermitteln Sie keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente.

Überweisen Sie keine Gelder an unbekannte ausländische Konten von Privatpersonen oder vermeintlichen Firmen mit Sitz im Ausland.

Schauen Sie im Internet ins Impressum: Ist es vollständig, enthält es eine Adresse, einen Vertretungsberechtigten und eine E-Mail-Adresse?

Pressemitteilung Polizei Bonn

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