Gläubige wurden eingeladen sich von ihrem persönlichen Jahr zu verabschieden
Überraschung beim Silvestergottesdienst
Montabaur. Einen außergewöhnlichen Jahresausklang erlebten die Besucher des Silvestergottesdienstes der evangelischen Kirchengemeinde Montabaur. Unter dem alttestamentlichen Leitmotiv „Alles hat seine Zeit“ erhielten die Teilnehmer während der Predigt von Pfarrerin Deborah Kehr unerwartet Gelegenheit, das ausklingende Jahr am Boden der Pauluskirche mit ihren persönlichen Erinnerungen zu verabschieden.
Dort hatte die Pfarrerin im Mittelgang eine Tapetenbahn entrollt und mit verschiedensten Fragekarten bestückt. „Was hast Du neu begonnen?“, „Wovon konntest Du Dich nur schwer trennen?“, „Wen oder was hast Du besonders geliebt?“, „Was hast Du gehasst?“, „Was ist Dir gelungen?“, „Womit hast Du Dich besonders schwer getan?“ Und noch weitere Fragen als Anstoß ließen die rund fünfzig Anwesenden aus ihren Bänken aufstehen und aktiv werden.
Schnell war die Bahn mit kurzen und längeren Gedanken und Stichworten in mehreren Sprachen und bunten Farben gefüllt. „Das hat mich wirklich sehr berührt und gefreut, wie meine Idee angenommen und umgesetzt wurde“ zeigte sich Pfarrerin Kehr auch noch nach dem Ende des Gottesdienstes beeindruckt. Die Stichworte aufgreifend ermutigte sie dazu, auch im neuen Jahr im Vertrauen auf die Nähe Gottes sich im Alltag immer wieder neu Zeit zu nehmen und zu geben.
Ein ebenfalls überraschendes Singen vor dem Eingangsportal der Kirche, unter der Leitung von Till Goedert, der die gesamte Feier auf der Gitarre und mit Gesang musikalisch begleitete, und ein gemeinsames „Wunderkerzen-Feuerwerk“ rundete diesen besinnlichen Jahresabschluss feierlich ab.
Ein Gottesdienst mit Nachhall für die Besucher und mit Ermutigung für das Pfarrerehepaar Kehr, das erst im Dezember seinen Dienst in Montabaur und dem neuen „Nachbarschaftsraum Westerwald-Süd“ begonnen hat und sicherlich noch manch‘ weitere Überraschung für 2026 bereithalten wird.Pressemitteilung Evangelische Kirchengemeinde Montabaur
