Blaulicht | 10.04.2026, 19:11 Uhr

Polizei ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes

08.04.: Köln: Frau übergießt Ordnungsamt-Mitarbeiter mit Benzin und droht anschließend mit Feuerzeug

Symbolbild. Foto: pixabay.com
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Köln. Polizisten haben am Mittwochnachmittag (8. April) eine 49-jährige Frau im Stadtteil Ehrenfeld festgenommen, nachdem sie einen Mitarbeiter (33) des städtischen Ordnungsdienstes mit Benzin übergossen und mit einem Feuerzeug bedroht haben soll. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts aufgenommen. Da zudem konkrete Hinweise auf eine schwere psychische Erkrankung vorliegen, ist sie zunächst in eine Fachklinik eingewiesen worden.

Gegen 14.40 Uhr hatten Passanten drei Mitarbeitern des Ordnungsamtes (37, 39, 33) mitgeteilt, dass die 49-Jährige und ihre 24-jährige Tochter im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld verfassungsfeindliche Symbole sprühen würden. Nach aktuellem Ermittlungsstand drohte die 49-Jährige im Zuge der Kontrolle mit einer mit Benzin gefüllten Kunststoffflasche sowie einem Feuerzeug und flüchtete zunächst in Richtung Senefelderstraße.

Als die städtischen Mitarbeiter sie dort stellten, schüttete die Beschuldigte den Inhalt der Flasche vollständig über die Uniform des 33-jährigen Ordnungsdienstmitarbeiters und hielt ihm ein Feuerzeug entgegen, während der 33-Jährige Reizgas einsetzte. Städtische Mitarbeiter konnten die Frau schließlich überwältigten.

Die Staatsanwaltschaft hat zwischenzeitlich eine psychiatrische Untersuchung der Beschuldigten in Auftrag gegeben und prüft derzeit, ob die Voraussetzungen für eine dauerhafte Unterbringung der Frau in einem psychiatrischen Krankenhaus vorliegen.

Die Kriminalpolizei Köln sucht dringend Zeugen, die das Geschehen im Bereich des Bahnhofs Ehrenfeld sowie in der Senefelderstraße beobachtet haben. Insbesondere Personen, die Angaben zum Angriff mit der Benzinflasche machen können, werden gebeten, sich zu melden. Passanten, die die Situation möglicherweise mit ihrem Smartphone gefilmt oder fotografiert haben, werden gebeten, den Ermittlern dieses Material zur Verfügung zu stellen.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Staatsschutz 3 unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. Pressemitteilung Polizei Köln

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