13.02.: Koblenz: KO-Tropfen bei Karnevalsfeier?
Koblenz. Die Feierlichkeiten an Schwerdonnerstag im Bereich der Koblenzer Innenstadt wurden seitens der Polizei im Rahmen eines Sondereinsatzes begleitet.
Nachdem sich das Besucheraufkommen aufgrund des Wetters anfänglich noch in überschaubaren Grenzen hielt, konnte ab ca. 16 Uhr ein erhöhter Zulauf im Bereich der Altstadt festgestellt werden. Am Plan hielten sich zu Spitzenzeiten bis zu ca. 2500 Menschen auf, die überwiegend friedlich und ausgelassen gemeinsam den Karnevalsauftakt feierten. Gleichermaßen waren die gastronomischen Betriebe weitestgehend ausgelastet. Mit zunehmender Alkoholisierung konnte in Einzelfällen auch eine gesteigerte Aggression bei einigen Besuchern festgestellt werden. Dies führte zu einer in Relation zur Besucheranzahl noch überschaubaren Zahl von vier Körperverletzungsdelikten, die polizeilich aufgenommen wurden. Des Weiteren mussten einige Personen aufgrund ihrer hilflosen Lage an den Rettungsdienst übergeben werden. Im Rahmen des Sondereinsatzes wurden insgesamt vier Sachverhalte polizeilich bekannt, bei denen zumindest der Verdacht bestand, dass sogenannte KO-Tropfen verabreicht wurden. Die weiblichen Betroffenen wurden einer Untersuchung zugeführt, die Ergebnisse der Blut- und Urinanalysen stehen derzeit noch aus. Zu strafbaren Anschlusshandlungen kam es nach den hier vorliegenden Erkenntnissen nicht. Die Veranstalter sowie die eingesetzten Security-Mitarbeiter wurden unmittelbar nach Bekanntwerden entsprechend sensibilisiert.
Unabhängig davon, ob in den vorgenannten Fällen tatsächlich KO-Tropfen verabreicht wurden, rät die Polizei dazu, Getränke nicht unbeaufsichtigt zu lassen, insbesondere nicht in größeren Menschenmengen, oder von Fremden entgegen zu nehmen. Bei Verdacht der ungewollten Einnahme von derartigen Substanzen sollte umgehend Kontakt zum Roten Kreuz aufgenommen werden.
BA
