Endstation Ausnüchterungszelle
18.01.: Zwei Promille und kein Ziel: Taxifahrt endet bei der Polizeiwache Euskirchen
Euskirchen. In den frühen Morgenstunden eines Sonntags, genauer gesagt um 4.30 Uhr, erreichte ein Taxi die Polizeiwache in Euskirchen mit einem ungewöhnlichen Fahrgast an Bord. Ein 22-jähriger Mann aus Bad Münstereifel war zuvor in Köln in das Taxi gestiegen und hatte als Ziel seinen Wohnort angegeben. Doch bei der Ankunft zeigte sich, dass der Begriff "Bad Münstereifel" für den jungen Mann dehnbar war, da er keine konkrete Adresse nennen konnte oder wollte. Statt hilfreicher Angaben erhielt der Taxifahrer nur Abweisung.
Angesichts der Situation entschied sich der Taxifahrer für eine unkonventionelle Endstation: die Polizeiwache in Euskirchen. Dort angekommen, verweigerte der Fahrgast zunächst die Bereitschaft, das Taxi zu verlassen, vermutlich in der Hoffnung, die Fahrt möge noch zu einem bestimmten Ziel führen.
Ein Atemalkoholtest, der um 04.36 Uhr durchgeführt wurde, brachte Klarheit: Zwei Promille erklärten die fehlende Ortskenntnis und die Unlust, Entscheidungen zu treffen. Der 22-Jährige konnte weder eine Kontaktperson nennen noch eine Adresse angeben, sodass der Taxifahrer keine Möglichkeit hatte, die Fahrt fortzusetzen.
Aufgrund der starken Alkoholisierung des Mannes, seiner mangelnden Orientierung und den eisigen Temperaturen, entschieden die anwesenden Polizeibeamten, ihn zu seinem eigenen Schutz in Gewahrsam zu nehmen. Der junge Mann verbrachte die Nacht in einer Zelle, bis er wieder nüchtern war. BA
