Falschgeld und Fluchtversuch in Euskirchen
18.05.: Mysteriöse „Heilung“: Polizei vereitelt Betrug an 81-Jähriger
Euskirchen. Am Montag, den 18. Mai, gegen 13 Uhr, ereignete sich in Euskirchen ein versuchter Betrug, der auf eine 81-jährige Frau abzielte. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die Seniorin auf dem Marktplatz vor einer Arztpraxis von einer Frau angesprochen. Im Verlauf der Unterhaltung äußerte die ältere Dame, dass sie krank sei und unter Schmerzen leide. Daraufhin behauptete die Gesprächspartnerin, die Seniorin sei „verhext“, und bot an, sie von ihren Beschwerden zu befreien. Kurz darauf gesellte sich eine zweite Frau hinzu, die Tüten mit Bargeld mit sich führte, um die angebliche „Heilung“ zu demonstrieren.
Zunächst wurde der Seniorin versichert, die Behandlung sei kostenlos. Doch später forderten die beiden Frauen, dass sie ihr gesamtes Geld für die „Heilmaßnahme“ übergeben solle. Die Seniorin machte sich daraufhin auf den Weg nach Hause, rief jedoch auf dem Weg dorthin ihre Tochter an, um sie über den Vorfall zu informieren. Die beiden Frauen warteten vor ihrem Haus, während die 81-Jährige vorgab, Geld aus ihrer Wohnung zu holen.
Noch bevor es zu einer Geldübergabe kam, verständigte die Tochter die Polizei.
Dank der sofort eingeleiteten Fahndung konnte eine 56-jährige Tatverdächtige in der Nähe ausfindig gemacht werden. Beim Anblick der Polizeibeamten versuchte sie, zu Fuß zu flüchten, wurde jedoch nach kurzer Verfolgung gestellt und vorläufig festgenommen. Während ihrer Flucht versuchte sie, mehrere Briefumschläge auf einem Stromkasten abzulegen.
Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten Falschgeld im unteren fünfstelligen Euro-Bereich, das sichergestellt wurde.
Die zweite Tatverdächtige konnte unerkannt entkommen. Die Ermittlungen sind noch im Gange.
Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des versuchten Betrugs und wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld aufgenommen.
BA
