Blaulicht | 21.08.2025

Solche Hassbotschaften tauchen immer wieder im Stadtgebiet auf

19.08.: Weitere antiziganistische Schmiereien in Koblenz

Symbolbild.Foto: Pixabay

Koblenz. Der Stadtteil Goldgrube in Koblenz ist erneut von rassistischen Schmierereien betroffen. Am Morgen des 19. August, um 9:30 Uhr, entdeckten aufmerksame Bürgerinnen und Bürger antiziganistische Parolen, die sich gegen Sinti und Roma richten. Diese Vorfälle sind Teil einer Serie von Hassbotschaften, die seit etwa zwei Jahren immer wieder im Stadtgebiet auftauchen.

Die aktuellen Schmierereien sind ein weiteres Beispiel für das beunruhigende Muster von Hass und Hetze in Koblenz. Bereits in der Vergangenheit wurden Wahlplakate des Kommunalpolitikers Marlon Reinhardt mit menschenverachtenden Aufschriften wie „Ab in die Gaskammer mit allen Zigeunern“ verunstaltet. Auch Gehwege und Parkplätze sind wiederholt betroffen gewesen.

Die Stadtverwaltung Koblenz reagierte umgehend und ließ die aktuellen Schmierereien schnellstmöglich entfernen. Marlon Reinhardt, der sich schon lange für die Rechte von Sinti und Roma einsetzt, zeigte sich bestürzt über die anhaltenden Anfeindungen: „Es ist traurig, dass trotz der Arbeit der letzten zwölf Monate noch keine positive Veränderung bei dieser Person oder Personengruppe eingetreten ist. Es sind immer dieselben Sprüche, dieselben Anfeindungen.“

Zugleich hob Reinhardt den starken Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft hervor und dankte den Unterstützern: „Natürlich kämpfen wir als Gemeinschaft der Sinti und Roma weiterhin für Gerechtigkeit und Akzeptanz. Aber wir sind auch allen Bürgerinnen und Bürgern in Koblenz sehr dankbar, die uns unterstützen. Koblenz ist eine wundervolle Stadt, die normalerweise keinen Platz für Rassismus hat, sondern Herzen.“ Der Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben und sich aktiv gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung zu stellen.

BA

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