Betrüger forderten 60.000 Euro
21.09.: Aufmerksame Bankmitarbeiter verhindern Betrug an Senioren in Sankt Augustin
Ankt Augustin. Am Montag, dem 21. September, verhinderten aufmerksame Bankmitarbeiter in Sankt Augustin zwei Betrugsversuche, die sich gegen ältere Menschen richteten. Der erste Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr, als ein 88-jähriger Mann einen Anruf von einem ihm unbekannten Mann erhielt, der behauptete, der Sohn des Seniors habe einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau gestorben sei. Der Sohn befinde sich deshalb in Untersuchungshaft, und es müsse eine Kaution von 60.000 Euro hinterlegt werden.
Der ältere Herr erklärte sich bereit, das Geld zu besorgen, und machte sich auf den Weg zu seiner Hausbank. Währenddessen blieb er über sein Mobiltelefon mit dem Anrufer in Verbindung. Den Bankangestellten in der Filiale in Sankt Augustin-Hangelar fiel die ungewöhnlich hohe Geldsumme und das fortwährende Telefonat des Seniors auf, woraufhin sie den Betrugsversuch erkannten und die Auszahlung verweigerten.
Der Senior kehrte daraufhin nach Hause zurück. Ein Bankmitarbeiter verständigte die Polizei, und als die Beamten an der Wohnanschrift des 88-Jährigen eintrafen, war dieser noch immer mit dem Unbekannten am Telefon, doch das Gespräch wurde von dem Betrüger abrupt beendet.
Ein weiterer Betrugsversuch fand am selben Tag gegen 15:15 Uhr statt. Eine 80-jährige Frau aus Sankt Augustin erschien bei ihrer Hausbank, um Bargeld abzuheben. Auch hier schöpften die aufmerksamen Bankmitarbeiter Verdacht und kontaktierten den Sohn der Seniorin, der den Betrugsverdacht bestätigte. Dadurch wurde ein finanzieller Schaden abgewendet.
Die Polizei rät dringend dazu, Angehörige und Bekannte über solche Betrugsmaschen zu informieren und zu warnen. Es wird darauf hingewiesen, dass in Deutschland keine Kautionen von Polizei oder Justiz erhoben werden. Zudem sollten keine persönlichen Informationen oder Vermögensverhältnisse am Telefon preisgegeben und niemals Geld, Bankkarten oder Schmuck an unbekannte Personen übergeben werden. Zur eigenen Sicherheit wird empfohlen, mit der Hausbank Höchstbeträge für Auszahlungen und Überweisungen zu vereinbaren.
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