Falscher Microsoft-Mitarbeiter lockt Mann in die Falle
23.02.: Gefährliche Betrugsmasche: Mann verliert 700 Euro
Sankt Augustin. Ein 54-jähriger Mann aus Sankt Augustin fiel am Montag, dem 23. Februar, einer weit verbreiteten Betrugsmasche zum Opfer.
Nachdem er seinen Laptop gegen 13.20 Uhr eingeschaltet hatte, erschien eine Warnmeldung auf dem Bildschirm, die ihn dazu aufforderte, zur Behebung einer angeblichen Störung eine angezeigte Telefonnummer zu kontaktieren.
Am anderen Ende der Leitung meldete sich eine Person, die sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgab. Diese behauptete, der Laptop des Mannes sei mit zahlreichen Viren und Trojanern infiziert. Um dieses vermeintliche Problem zu lösen, gewährte der Mann dem Anrufer Fernzugriff auf seinen Computer.
Nach der angeblichen Dienstleistung sollte der Mann aus Sankt Augustin mehrere Guthabenkarten in einem Geschäft erwerben und die entsprechenden Codes an den Unbekannten übermitteln. Dies weckte schließlich sein Misstrauen, und er beendete das Gespräch. Später entdeckte er jedoch, dass bereits über 700 Euro unberechtigt von seinem Konto abgebucht worden waren.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts auf Betrug aufgenommen und warnt eindringlich vor dieser Masche. Es wird geraten, Forderungen der Gesprächspartner nicht nachzukommen und das Gespräch zu beenden. Zudem sollten keine Installationen von Software durchgeführt werden, die am Telefon gefordert werden, ebenso wenig sollte man Links folgen, die genannt werden. Zahlungen, wie die Herausgabe von Kreditkartendaten, sollten vermieden werden, und persönliche Daten wie Kennwörter dürfen nicht preisgegeben werden. Im Zweifelsfall sollte die Internetverbindung zum Computer unterbrochen und der Vorfall bei der nächsten Polizeidienststelle angezeigt werden. Unternehmen wie Banken, Softwarefirmen oder Provider werden niemals ohne vorherige Supportanfrage und Zustimmung dazu auffordern, Daten auf dem Computer zu installieren oder eine Fernwartung durchzuführen.
BA
