Mit 120 km/h und 2,44 Promille durch die Ortschaft
23.11.:Euskirchen: Polizei stoppt betrunkenen Raser
Euskirchen. Am Sonntag, dem 23. November, ereignete sich gegen 13:50 Uhr ein ungewöhnlicher, aber gefährlicher Vorfall auf dem Rüdesheimer Ring, als ein 48-jähriger Mann aus Euskirchen mit einem Verkehrszeichen kollidierte.
Obwohl das Schild beschädigt, aber noch standhaft blieb, entschied sich der Unfallverursacher, nicht wie gesetzlich vorgeschrieben auf die Polizei zu warten, sondern die Flucht zu ergreifen.
Zeugen, die den Vorfall beobachteten, zeigten Zivilcourage, indem sie dem flüchtigen Fahrer folgten.
Dabei stellte sich schnell heraus, dass der Mann nicht nur mit Schildern in Konflikt stand. Innerhalb der Ortschaft beschleunigte er stellenweise auf bis zu 120 km/h, eine Geschwindigkeit, die selbst in nüchternem Zustand als unverantwortlich gilt.
Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den Fahrer schließlich an der Ampelkreuzung Bad Münstereifeler Straße / L 119 sicher stoppen, bevor ernsthafter Schaden entstand. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest um 14:09 Uhr ergab einen Wert von 2,44 Promille. Dieses Ergebnis erklärte nicht nur das beobachtete Fahrverhalten, sondern bestimmte auch den weiteren Verlauf des Einsatzes.
Die Polizei ergriff daraufhin deutliche Maßnahmen: Es folgten eine Blutprobenentnahme, die Sicherstellung des Führerscheins, die Beschlagnahme des Pkw sowie die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Straßenverkehrsgefährdung infolge von Alkoholeinfluss.
Die Polizei Euskirchen sprach den aufmerksamen Zeugen ihren ausdrücklichen Dank aus. Ihre schnelle Reaktion hat möglicherweise Schlimmeres verhindert. Gleichzeitig wird in Erinnerung gerufen, dass Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt ist, da es Leben gefährdet – das eigene und das anderer. Wer trinkt, fährt nicht. Punkt. BA
