Blaulicht | 21.02.2026, 09:30 Uhr

16-Jährige 1991 auf Heimweg ermordet

25.02.: Seit 31 Jahren ungelöst: Cold Case "Seckin Caglar" in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst"

Symbolbild. Foto: ROB
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Köln. Am Mittwoch (25. Februar) stellt der Leiter der Ermittlungsgruppe Cold Cases den Mordfall Seckin Caglar erstmals auch in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" vor. Mit der Ausstrahlung wird der Fall nun noch einmal bundesweit in den Fokus gerückt.

Was damals geschah

Am 16. Oktober 1991 machte sich die 16-jährige Seckin Caglar nach Feierabend von ihrer Ausbildungsstätte in Köln-Poll auf den Heimweg. Seit wenigen Wochen absolvierte die junge Frau eine Ausbildung in einem "co op"-Markt an der Siegburger Straße, nahe dem heutigen Marktplatz. Als fröhlich, hilfsbereit und fleißig beschrieben Angehörige und Freunde das Mädchen.

Gegen 18.40 Uhr stieg Seckin damals an der Haltestelle "Poll-Salmstraße" in die Stadtbahnlinie 7. Zwei Minuten später verließ sie die Bahn an der nächsten Haltestelle "Poll-Autobahn". Dort wurde sie üblicherweise von einem Familienmitglied abgeholt. Am Tatabend verpassten sich Vater und Tochter jedoch um wenige Minuten.

An der Suche nach dem Mädchen beteiligten sich damals Einsatzkräfte, Familienangehörige und Freunde. Ohne Erfolg. Am nächsten Morgen dann die schreckliche Gewissheit. Nur wenige Meter von der Haltestelle entfernt wurde die Leiche der 16-Jährigen gefunden. Bis heute ist unklar, wo und wann Seckin auf ihren Mörder traf. Die Ermittler gehen weiterhin von einer spontanen Tat aus.

Bereits im März 2023 startete eine groß angelegte DNA-Reihenuntersuchung. Damals waren 355 Männer zur Abgabe ihrer Speichelprobe eingeladen worden, um mit neuen kriminaltechnischen Verfahren über u.a. verwandtschaftliche Verhältnisse mögliche DNA-Übereinstimmungen zu identifizieren.

Parallel machte die Ermittlungsgruppe mit Flyern (sog. Swing-Cards) in der Stadtbahn auf den Fall aufmerksam. Auf jener Fahrstrecke, die Seckin am Tattag nutzte.

Dass der Mord an Seckin seit mehr als 31 Jahren unaufgeklärt ist, stellt für die Familie bis heute eine große Belastung dar. Die Ermittler hoffen auf die Mithilfe der Fernsehzuschauer - in der Hoffnung, dass bislang unwichtige Details doch noch entscheidend werden können. Pressemitteilung Polizei Köln

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