Allgemeine Berichte | 09.06.2026

Pendler aus Vororten sollten aufs Rad umsteigen

ADFC Bonn/Rhein-Sieg fordert: Nordbrücke für Radfahrende und Fußgänger öffnen

Symbolbild.

Bonn. Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg appelliert an die Verantwortlichen der Region, das aktuelle Verkehrschaos nicht zulasten von Bussen, Bahnen und Radverkehr zu lösen. Peter Lorscheid, Vorsitzender des ADFC, betont, dass öffentliche Verkehrsmittel reibungslos funktionieren müssen, um Pendler aufzunehmen, die nicht mehr mit dem Auto in die Stadt gelangen können. Auch der Radverkehr müsse eine größere Rolle übernehmen, um den Verkehr zu entlasten. Besonders Pendler aus den linksrheinischen Gemeinden wie Bornheim, Alfter, Swisttal, Meckenheim, Rheinbach und Wachtberg sowie aus rechtsrheinischen Gebieten wie Bad Honnef, Königswinter, Sankt Augustin, Siegburg, Troisdorf und Niederkassel sollten verstärkt auf das Fahrrad umsteigen, da dies nun schneller und sicherer möglich sei.

Der ADFC fordert, dass Bus- und Radspuren nicht dem Autoverkehr geopfert werden. Wolfgang Utehs, Verkehrspolitischer Sprecher des ADFC, erklärt, dass Engpässe auf großen Verkehrsachsen die Durchflussrate begrenzen und es daher keinen Sinn mache, diese auf Kosten des Radverkehrs zu verbreitern. Eine Freigabe der ÖPNV-Spuren auf der Kennedybrücke für den Autoverkehr würde lediglich dazu führen, dass auch die Bahnen im Stau stecken bleiben. Da viele Einfallstraßen nur zweispurig sind, bleibt der Verkehrsfluss gleich, auch wenn einige Abschnitte mehrspurig gestaltet werden.

Utehs betont, dass die Anzahl der Autos, die in die Stadt fahren, reduziert werden muss, um einen fließenden Verkehr in Bonn zu ermöglichen. Pendler sollten so viele Wege wie möglich mit dem Rad, Bus, Bahn oder zu Fuß zurücklegen. Der ADFC fordert zudem die Einrichtung von Park-and-Ride-Plätzen an der Bonner Peripherie, um Pendler mit Shuttle-Bussen in die Stadt zu bringen. Bus- und Radwege sollten frei bleiben und nicht umgewidmet werden, da der Radverkehr nun eine größere Rolle spielen müsse.

Der ADFC kritisiert ferner, dass die Nordbrücke für Fußgänger und Radfahrer gesperrt ist, obwohl die Hauptbrücke über den Rhein weiterhin nutzbar wäre. Peter Lorscheid fordert die Autobahn GmbH auf, die Freigabe der Brücke kurzfristig zu prüfen, damit mehr Pendler auf das Rad umsteigen können.

Der ADFC appelliert zudem an Autofahrer, trotz des Verkehrschaos rücksichtsvoll zu bleiben. Martina Suing, Verkehrspsychologin beim ADFC, weist darauf hin, dass viele Schüler nun erstmals mit dem Rad zur Schule fahren. Die Sicherheit von Schulkindern und älteren Menschen dürfe nicht gefährdet werden, weshalb die Durchgängigkeit von Radrouten erhalten bleiben müsse, um eine Reduzierung des Kfz-Verkehrs zu ermöglichen.

BA

Symbolbild. Foto: Pixabay

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
  • Hans Peter Wolf: Der Bambini-Prinz Emil Lichtenberg fehlt leider im Text.
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Dauerauftrag 2026
Titelanzeige
Sprudelndes Sinzig
sprudelndes Sinzig
Kirmes in Königsfeld
Sonderseite Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
427

Bonn. Am Samstagvormittag, dem 6. Juni 2026, hat die kommunale Task Force Nordbrücke über drei Stunden lang getagt. Anwesend waren der Oberbürgermeister, alle relevanten Dezernate und Fachämter der Stadtverwaltung sowie die Stadtwerke Bonn und die Autobahn GmbH. Diskutiert wurden der aktuelle Stand der Prüfaufträge und der Fahrplan für das weitere Vorgehen. Über das Wochenende arbeitet die Verwaltung intensiv weiter, um die Auswirkungen der Vollsperrung der Nordbrücke zu minimieren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Auch Ehrengäste kamen zum Gratulieren vorbei.  Foto:Stadtverwaltung / Wolfgang Horrmann
12

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Beisein der Pflegekräfte des Seniorenheim St. Maria-Josef gratulierten die Beigeordneten der Stadtverwaltung, Wolfgang Horrmann (l.), und des Kreises Ahrweiler, Horst Gies (r.), der Jubilarin Annedore Hildebrandt zum 100. Geburtstag und überbrachten ihr die besten Wünsche. Ihre Freude darüber war sehr groß, dass sowohl die Stadt als auch der Kreis sie mit einem Präsentkorb sowie einer Orchidee überraschten.

Weiterlesen

Symbolbild.
50

Astrologische Vorschau für die KW 25: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 15. bis 21. Juni 2026

Mit dem Übergang in den Frühsommer verdichten sich die Energien: Die Tage werden länger, Entscheidungen klarer und Beziehungen intensiver. Rund um die Sommersonnenwende am 21. Juni zeigt sich für viele Sternzeichen eine Phase zwischen Aufbruch und innerer Standortbestimmung. Während berufliche Themen Fahrt aufnehmen, verlangen persönliche Beziehungen nach Aufmerksamkeit und ehrlichen Gesprächen.

Weiterlesen

Symbolbild.
30

Mehr Qualität im Schienenpersonennahverkehr

Profitester des SPNV-Nord sind im Einsatz für die Fahrgäste

Region. Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) erweitert seine Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV): Ab Mitte Juni kommen erstmals sogenannte Profitester*innen zum Einsatz, um die Qualität der Verkehrsleistungen anhand objektiver Kriterien überprüfen zu können. Bereits heute enthalten die Verkehrsverträge umfangreiche Qualitätsvorgaben.

Weiterlesen