Blaulicht | 09.04.2023

Bonn

Ausgedehnter Kellerbrand führt zu Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst

@Privat

Bonn. In der Nacht vom 08. auf den 09.April 2023 kam es in einem Wohnkomplex im Ortsteil Tannenbusch zu einem ausgedehnten Kellerbrand aus dem ein Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst resultierte. Über 160 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren über Stunden im Einsatz. Gegen 00:44 erreichten die Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst in Bonn die ersten Notrufe, in denen ein Brand Geschehen in einem Wohngebäude im Masurenweg im Bonner Ortsteil Tannenbusch geschildert wurden. Durch die erst eintreffenden Einsatzkräfte konnten diese Schilderungen bestätigt werden. Neben Feuerschein und Flammen aus mehreren Kellerschächten des Gebäudes konnte eine massive Rauchentwicklung auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes festgestellt werden. Mehrere Personen wahren bereits aus dem Gebäude, in dem 120 Personen gemeldet waren, geflüchtet bzw. versuchten über teils stark verrauchte Laubengänge ins Freie zu gelangen. Weitere Personen machten an Wohnungsfenstern und Balkonen auf sich aufmerksam. Aufgrund der Gesamtumstände und weiterer Erkundungsergebnisse (Rauchausbreitung auf das Nachbargebäude Riesengebirgsstraße) entschloss sich der Einsatzleiter zur Alarmstufenerhöhung auf Brand 4 sowie im weiteren Verlauf zur Erhöhung des rettungsdienstlichen Stichworts auf MANV 30 (Massenanfall von Verletzten 30 Personen). Das Feuer im Keller wurde durch mehrere Trupps mit handgeführten Löschrohren sowohl im Außenangriff als auch im Innenangriff unter Atemschutz bekämpft. Parallel hierzu erfolgte eine Menschenrettung von Personen aus dem Gebäude über eingesetzte Drehleitern und über die Treppenräume, dies teilweise aufgrund der starken Verrauchung unter Einsatz von Fluchthauben. Kurzzeitig hatte die Einsatzleitung den Kontakt, zu einem im Keller vorgehenden Trupp verloren, worauf kurzfristig von einem Atemschutznotfall ausgegangen werden musste. Diese Meldung konnte aber innerhalb kürzester Zeit revidiert werden und der Kontakt zu dem vorgehenden Trupp wieder hergestellt werden. Aufgrund der hohen Brandintensität entschloss sich die Einsatzleitung im weiteren Verlauf die Brandbekämpfung mit Schaum fortzuführen. Diese Maßnahme zeigte dann auch im weiteren Einsatzverlauf Wirkung, so dass gegen 5.00 Uhr Feuer in der Gewalt gemeldet werden konnte. Eine Brandwache war noch bis gegen 08.00 Uhr vor Ort. Gegen Mittag erfolgt eine Brandnachschau am Gebäude. Durch den Rettungsdienst waren insgesamt 37 Personen gesichtet worden, von denen allerdings lediglich zwei in ein Krankenhaus transportiert werden mussten. Bei 28 Personen wurde, aufgrund des Kontakts mit Rauchgasen, durch den Rettungs- und Notarztdienst vor Ort eine Blutgasanalyse zum Ausschluss einer Kohlenmonoxid Vergiftung durchgeführt werden. Bei allen 28 Personen konnte dies aber ausgeschlossen werden. Im Einsatz waren neben mehreren Einsatzkräften des Einsatzführungsdienstes, alle Kräfte der Feuerwachen 1, 2 und 3, alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr der Feuerwehr Bonn, des Rettungs- und Notarztdienstes, einer Betreuungseinheit des Katastrophenschutzes auch mehrere Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt. Aufgrund der hohen Einsatzstufe im Rettungsdienst kamen auch Einsatzkräfte aus dem benachbarten Gebietskörperschaften des Rhein-Sieg-Kreises und des Rhein-Erft-Kreises im Rahmen der überörtliche Hilfe zum Einsatz. Zur Unterbringung und Betreuung der Betroffenen stand während der Einsatzmaßnahme ein Bus der Stadtwerke zu Verfügung. Nach einer Brandnachschau gegen 08:00 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Polizei und die zuständige Gebäudeverwaltung übergeben. In das Gebäude Riesengebirgsstraße konnten alle Bewohner in den Morgenstunden zurückkehren, das Gebäude Masurenweg ist vorerst nicht für die Bewohner freigegeben.

Eine Pressemitteilung der Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn.

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