Allgemeine Berichte | 16.04.2026

Gaszähler aus dem Ahrtal ist jetzt Teil deutscher Zeitgeschichte

Bonn: Neue Dauerausstellung im Haus der Geschichte

: Der Gaszähler erinnert an die Flutkatastrophe im Ahrtal und ist im Raum mit Bezug auf den Klimawandel ausgestellt. Marcelo Peerenboom von der evm hatte ihn im Oktober 2021 dem Haus der Geschichte überreicht. Foto: Niklas Oster/evm

Bonn. Ein verschlammter Gaszähler der Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) erinnert neuerdings im Bonner Haus der Geschichte gemeinsam mit weiteren Ausstellungsstücken an die Flutkatastrophe im Juli 2021. Im Zuge der neuen Dauerausstellung greift das bundeseigene Museum auch die jüngere Zeitgeschichte auf. Ein Raum widmet sich dem Klimawandel. Dort steht der Gaszähler symbolhaft für die Auswirkungen eines der schlimmsten Naturereignisse der jüngeren deutschen Geschichte.

Die Flutkatastrophe im Ahrtal

Extremer Starkregen hatte vor fünf Jahren, im Juli 2021, die Flutkatastrophe im Ahrtal ausgelöst. Dabei wurden über 9.000 Gebäude, große Teile des lokalen Versorgungsnetzes sowie mehr als 100 Brücken zerstört, rund 17.000 Menschen verloren ihr Zuhause, und 135 Menschen kamen ums Leben. Die Flutkatastrophe zählt zu den schlimmsten Naturereignissen der jüngeren Geschichte Deutschlands.

Gaszähler als Momentaufnahme

Durch die zerstörerische Kraft der Überschwemmungen wurde seinerzeit auch das Erdgasnetz der evm-Gruppe im Ahrtal stark beschädigt und teilweise komplett zerstört. Symbolhaft dafür stehen die Gaszähler, die im Augenblick der Zerstörung des Erdgasnetzes stehen geblieben sind und in der Folge demontiert werden mussten. Einen dieser Gaszähler hatte evm-Unternehmenssprecher Marcelo Peerenboom im Oktober 2021 dem Haus der Geschichte in Bonn übergeben. „Dieses Objekt dokumentiert in aussagekräftiger Weise einen wichtigen Aspekt der Flutkatastrophe“, erklärte bei der Übergabe der damalige Sammlungsdirektor Dr. Dietmar Preißler. Nachdem die Experten der Stiftung den Gaszähler fachgerecht konserviert hatten, befindet er sich jetzt für alle Besucherinnen und Besucher sichtbar in der Ausstellungshalle. Gemeinsam mit anderen Exponaten soll er die Zerstörung durch die Flutkatastrophe dokumentieren.

Flutkatastrophe Teil der Unternehmensgeschichte

Mit einem zerstörten Versorgungsnetz stand auch die evm-Gruppe vor einer großen Aufgabe. Sie musste das Versorgungsnetz reparieren und in großen Teilen neu aufbauen sowie die alten Gaszähler aus allen betroffenen Gebäuden ersetzen. Seit der Flutnacht arbeitete das Netzteam der Unternehmensgruppe gemeinsam mit Experten anderer Netzbetreiber aus ganz Deutschland daran, die Versorgung so schnell wie möglich wiederherzustellen. Und das mit Erfolg. „Sie bauten das zerstörte Gasnetz in Rekordzeit wieder auf und ersparten den Menschen im Ahrtal einen kalten Winter“, erinnert Marcelo Peerenboom an die herausfordernde Zeit. Mit einer provisorischen Gashochdruckleitung wurde die Wiederinbetriebnahme eines Teilnetzes sichergestellt, gleichzeitig unterstützte die evm-Gruppe die betroffene Bevölkerung auch mit Sachspenden und Know-how. Die Flutkatastrophe zählt damit nicht nur zur Geschichte der Bundesrepublik, sondern auch zu der Geschichte der evm-Gruppe.

Das Haus der Geschichte

Das Haus der Geschichte dokumentiert die Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland seit 1945 durch eine Sammlung von Originalobjekten, die politische, gesellschaftliche und persönliche Perspektiven darstellen. Durch die immersive Darstellung macht es Geschichte erlebbar. Das Haus der Geschichte befindet sich direkt an der B9 in Bonn und ist von Dienstag bis Freitag von 9:00 bis 18:00 Uhr, sowie am Wochenende und an Feiertagen von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

: Der Gaszähler erinnert an die Flutkatastrophe im Ahrtal und ist im Raum mit Bezug auf den Klimawandel ausgestellt. Marcelo Peerenboom von der evm hatte ihn im Oktober 2021 dem Haus der Geschichte überreicht. Foto: Niklas Oster/evm

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