Großeinsatz sorgt für Behinderungen im Bahnverkehr
Brennender Güterzug stoppt im Bahnhof Unkel
Unkel. Aus bisher ungeklärter Ursache gerieten am Mittwochabend 6. Februar, 23 Uhr, zwei Waggons eines Güterzuges, Fahrtrichtung Bonn, in Brand. Im Bahnhof Unkel (Gleis 2) wurde der Zug gestoppt. Wie die Technische Einsatzleitung des Landkreises Neuwied mitteilte waren zur Brandbekämpfung rund 165 Kräfte der Feuerwehreinheiten der VG Unkel, VG Linz, VG Bad Hönningen, BF Bonn, THW, Stadt Bad Honnef, SEG SAN aus Linz, SEG Versorgung Rhein-Sieg-Kreis sowie weitere überörtliche Unterstützungseinheiten im Einsatz. Im Laufe der Nacht sind noch weitere Feuerwehrkräfte aus der VG Asbach, Stadt Neuwied, VG Selters mit einer Drohne zur Lageüberwachung aus der Luft sowie weitere Kräfte des THW sind hinzugekommen und haben andere Kräfte abgelöst.
Gegen 8 Uhr konnte der dritte und letzte brennende Wagen mit Hilfe eines Baggers des THW geöffnet und die Glutnester bekämpft werden.
Bahnstrecke gesperrt
Die rechtsseitige Rheinstrecke war bis Montag gesperrt. Beladen waren die Waggons mit Hygieneartikeln, u.a. auch mit Spraydosen. Das Feuer beschädigte auch die Oberleitung in größerem Ausmaß. Die Sperrung sorgte für erhebliche Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs. So sind auch auf der linksrheinischen Strecke einige Fernverkehrszüge ausgefallen.
Anwohner zum Teil evakuiert
In der parallel verlaufenden Siebengebirgsstraße haben Beamte der Polizei Linz rund 60 Personen aus Sicherheitsgründen evakuiert. Ca. 25 davon wurden durch Hilfsorganisationen betreut. Erst am frühen Morgen konnten die Anwohner in ihre Wohnungen zurückkehren.
Der Lokführer hatte den Brand zunächst nicht bemerkt. Ein entgegenkommender Kollege eines anderen Zuges bemerkte den Brand und verständigte über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn AG die Bundespolizei Trier und die Feuerwehr Neuwied.
Die Bundespolizeiinspektion Trier hat die Ermittlungen aufgenommen und dauern an.
Die Waggons hatten Hygieneartikel geladen.
