Allgemeine Berichte | 08.05.2026, 09:14 Uhr

Mutter sein gestern und heute: Vier Frauen erzählen aus ihrem Leben

Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn dankt allen Müttern zum Muttertag für Liebe, Stärke und unermüdlichen Einsatz

Muttertag-Quartett bei der Caritas
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Hachenburg. Wenn am Sonntag Muttertag gefeiert wird, steht für viele Menschen ein ganz besonderer Mensch im Mittelpunkt: die eigene Mutter. Der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn nimmt den Muttertag zum Anlass, um Danke zu sagen – und gleichzeitig einen Blick darauf zu werfen, wie unterschiedlich sich die Rolle der Mutter über Generationen hinweg verändert hat.

Im Caritas-Altenzentrum Haus Helena in Hachenburg kamen dazu vier Frauen aus drei Generationen zusammen. Vier Mütter mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten – und doch mit vielen gemeinsamen Erfahrungen.

„Mutter sein war für mich immer eine große Ehre“, sagt Ellen Rämer. Die 91-Jährige lebt heute im Haus Helena und gehört zu einer Generation, in der klassische Rollenbilder selbstverständlich waren. Einen Beruf lernte sie nach der Schule nicht. Ihr Alltag bestand aus Haushalt, Kindererziehung und Familienleben. „Das war damals ganz normal. Man hat sich darüber keine Gedanken gemacht, die Arbeit musste einfach gemacht werden“, erinnert sie sich. Berufstätige Mütter gab es in ihrem Umfeld kaum. „Ein Kind gehörte zur Mutter“, beschreibt sie die damalige Sichtweise.

Ganz anders erleben Kristin Eckenbach und Loredana Werle den Familienalltag heute. Beide arbeiten als Pflegekräfte im Haus Helena und meistern täglich den Spagat zwischen Beruf und Familie. „Heute kannst du als Mutter eigentlich nichts richtig machen. Egal wie man etwas macht – irgendjemand verurteilt es“, sagen Kristin Eckenbach und Loredana Werle mit Blick auf gesellschaftliche Erwartungen und den Einfluss sozialer Medien. Muttersein bedeute für beide vor allem „Liebe und Aufopferung“.

Kristin Eckenbach ist alleinerziehende Mutter eines zweijährigen Sohnes. Ihr Alltag ist streng durchgetaktet: Arbeit, Kita, Haushalt, Familienzeit. Eine wichtige Unterstützung bietet ihr dabei der sogenannte „Mamadienst“ im Haus Helena. Durch den späteren Dienstbeginn um 7.30 Uhr lässt sich der Arbeitsalltag besser mit den Öffnungszeiten der Kita vereinbaren. „Das ist eine enorme Erleichterung“, sagt die 34-Jährige.

Auch ihre Kollegin Loredana Werle kennt die Herausforderungen junger Familien nur zu gut. Früher arbeitete sie im elterlichen Gastronomiebetrieb oft 80 bis 100 Stunden mehr pro Woche als jetzt. Zeit für ihre Tochter blieb kaum. Der Wechsel in die Pflege brachte mehr Familienzeit – und damit auch mehr Lebensqualität.

Regina Kohlhaas wiederum kennt beide Welten. Die dreifache Mutter und mittlerweile dreifache Oma kümmerte sich über viele Jahre gleichzeitig um Kinder, Haushalt, Angehörige und Beruf. Nach einigen Jahren Familienzeit kehrte sie bewusst ins Arbeitsleben zurück und startete später sogar noch einmal neu durch – mit einer Ausbildung zur Pflegehelferin im Haus Helena. Heute unterstützt sie das Altenzentrum weiterhin stundenweise in der Betreuung. Mutterschaft in einem Wort? „Dankbarkeit“, sagt die 67-Jährige.

Trotz aller Unterschiede sind sich die vier Frauen in einem Punkt einig: Muttersein war und ist immer mit Verantwortung, Herausforderungen und großer emotionaler Stärke verbunden. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mögen sich verändert haben – die Liebe zu den eigenen Kindern jedoch nicht. „Es gibt wie so oft zwei Seiten der Medaille“, ist sich das Quartett einig. „Früher gab es Gutes und Schwieriges – genauso wie heute.“

Mit dem Muttertag möchte der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn allen Müttern seine Wertschätzung aussprechen – für ihren täglichen Einsatz, ihre Fürsorge und ihre unermüdliche Liebe. Denn Mütter prägen Familien, geben Halt und begleiten Generationen durchs Leben.

Pressemitteilung Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e.V.

Muttertag-Quartett bei der Caritas

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