Vielfältige Aufgaben des DLR Westerwald-Osteifel
Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel bietet Beratung und Service
aus Hachenburg
Montabaur. Bunter Aufgabenstrauß beim Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) dbb-Kreisvorstand würdigt Beratungs- und Serviceangebot der Mitarbeitenden
Mit einem umfassenden Einblick in Arbeitsfelder, Strukturen und aktuelle Herausforderungen präsentierte sich das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westerwald-Osteifel dem Kreisvorstand des Deutschen Beamtenbundes und der Tarifunion (dbb). In Montabaur informierten sich die Gewerkschaftsvertreterinnen und -vertreter in einer Gesprächsrunde über die vielfältigen Aufgaben des Hauses – ein „bunter Strauß“, wie Dienststellenleiter Sebastian Turck und sein Stellvertreter Heiko Stumm es formulierten.
Breites Aufgabenspektrum von Landentwicklung bis Imkerei
Das DLR Westerwald-Osteifel verantwortet zentrale Bereiche der Landentwicklung und ländlichen Bodenordnung. Projekte nach dem Flurbereinigungsgesetz unterstützen nicht nur die Verbesserung agrarstruktureller Verhältnisse, sondern ermöglichen auch kommunale und regionale Vorhaben wie Straßenbau, Gewässerrenaturierungen oder die Ausweisung von Naturschutzflächen. In der Abteilung Agrarwirtschaft stehen die Aus-, Fort- und Weiterbildung des landwirtschaftlichen Berufsnachwuchses sowie die produktionstechnische Beratung im Mittelpunkt. Die Arbeitsgruppe Tierhaltung begleitet Milchvieh-, Rinder- und Schweinebetriebe. Im Fokus stehen tiergerechte Haltungsverfahren und umweltschonende Produktionsweisen. Standortbedingungen, Stallkonzepte, Fütterung, Arbeitskräfte und betriebswirtschaftliche Faktoren fließen in eine ganzheitliche Beratung ein.
Eine besondere Rolle nimmt die Gruppe Ernährungsbildung und -beratung ein. Sie koordiniert landesweit die Ernährungsberatung in Rheinland-Pfalz und setzt Schwerpunkte bei der Verbesserung der Kita- und Schulverpflegung. Seminare, Beratungen und Kita-Coachings tragen zur Gesundheitsförderung und Prävention ernährungsbedingter Krankheiten bei. Nachhaltigkeitsaspekte wie Klimaschutz, regionale Produkte oder die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sind feste Bestandteile der Bildungsarbeit.
Das Fachzentrum Bienen und Imkerei betreut Imkerinnen und Imker nicht nur in Rheinland-Pfalz, sondern über Kooperationsverträge auch in Nordrhein-Westfalen und im Saarland. Die Arbeit reicht von Aus- und Fortbildung über Honiganalysen und Krankheitsdiagnostik bis hin zur Zuchtauslese vitaler und leistungsfähiger Bienenvölker. Moderne Monitoringverfahren und digitale Informationssysteme ergänzen das Angebot.
Personalstruktur: erfahren, vielfältig, weiblich geprägt
Auch die Personalstruktur stieß auf großes Interesse: Rund 120 Beschäftigte arbeiten an den Standorten Mayen und Montabaur. Das Durchschnittsalter liegt bei 48,5 Jahren, der Frauenanteil ist leicht überwiegend – und spiegelt sich auch in Führungspositionen wider: Sechs von zehn Leitungsfunktionen sind weiblich besetzt. In den verschiedenen Aufgabenfeldern wird auch Berufsnachwuchs ausgebildet.
Die dbb-Kreisvorsitzende Monika Petroschka würdigte die Leistungen der Mitarbeitenden: Sie leisteten einen „wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Infrastruktur in der Region“ und seien zentrale Ansprechpartner für landwirtschaftliche Betriebe. Besonders hob sie die landesweit tätigen Fachzentren Bienen und Imkerei sowie Ernährung hervor, deren Arbeit weit über die Region hinausstrahle.
Weitere Informationen unter www.dlr-westerwald-osteifel.rlp.de/
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Mitglieder des dbb-Kreisvorstandes Westerwald beim DLR in Montabaur (v.l.n.r.) Rudolf Menges, Karl-Heinz Boll, Dienststellenleiter Sebastian Turck, Timo Schneider, Angela Schneider-Forst, dbb-Kreisvorsitzende Monika Petroschka, Stellv. Dienststellenleitung Heiko Stumm sowie Sigrid Janottta-Fischer. Foto: dbb Westerwald
