Blaulicht | 15.09.2026, 11:01 Uhr

Ermittler hatten den Wintergarten im Visier – doch die „Ernte“ war längst eingebracht

Drogenfunde im Schrank: Polizei findet acht Kilo Cannabis

Sichergestellte Beweise
653

Hennef. Ermittler des Kriminalkommissariats 3 der Polizei im Rhein-Sieg-Kreis erhielten einen Hinweis auf einen 37-jährigen Hennefer, der in seiner Wohnung illegal Cannabis anbauen soll. Die Staatsanwaltschaft Bonn erwirkte daraufhin nach gründlichen Recherchen einen Durchsuchungsbeschluss, der am 10. September umgesetzt wurde.

Die Beamten des KK 3, die auf Rauschgiftdelikte spezialisiert sind, haben Erfahrung darin, bei Einsätzen Cannabispflanzen oder ganze Plantagen zu sichern. Doch diesmal stellte sich der Wintergarten des Verdächtigen als eine Täuschung heraus: Die dort zahlreich aufgestellten Pflanzen sahen zwar täuschend echt wie Cannabis aus, waren jedoch lediglich harmlose Zierpflanzen.

Obwohl der erste Verdacht unbegründet schien, ließ ein süßlicher Geruch die erfahrenen Ermittler nicht los. Die Durchsuchung eines Schranks brachte schließlich Klarheit: Die "Ernte" war bereits eingebracht worden.

Im Schrank fanden die Beamten große Mengen an Marihuana und Haschisch, die fein säuberlich verpackt waren. Insgesamt kamen rund acht Kilogramm Cannabisprodukte zum Vorschein, ohne dass die Gartenschere zum Einsatz kommen musste.

Zusätzlich zu den Cannabisprodukten entdeckten die Ermittler auch geringe Mengen Amphetamin und Ecstasy sowie weitere Beweismittel wie Mobiltelefone, Datenträger, Bargeld und Stichwaffen. Der bislang unbescholtene Hennefer wurde erkennungsdienstlich behandelt und durfte nach Abschluss der Maßnahmen vorerst nach Hause zurückkehren.

Die Ermittlungen zur Herkunft und zum Verwendungszweck der sichergestellten Drogen sind noch nicht abgeschlossen.

Sichergestellte Beweise Foto: Polizei Rhein-Sieg-Kreis

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