Römerbiwak im Rheinland
Familienfest verbindet Geschichte mit Kulinarik
aus Swisttal
Buschhoven. Strahlendes Frühlingswetter und eine wunderbare Aussicht über das Tal der Swist boten den Rahmen für das 3. „Römerbiwak“ des Heimat- und Verschönerungsvereins Buschhoven (HVV). HVV-Vorsitzender Dr. Georg Schneider begrüßte Im Kostüm des Asterix die „Römer im gallischen Dorf im Rheinland“ zum Familienfest auf den Spuren der Römer.
Hier am Originalschauplatz vor dem Aufschluss der Römischen Wasserleitung erläuterte Prof. Dr. Klaus Grewe vom mitveranstaltenden „Freundeskreis Römerkanal“ die Problematik, vor 2000 Jahren die Anhöhe der Ville mit einer reinen Gefälleleitung zu überwinden, um Wasser aus der Eifel nach Köln zu leiten. Die zahlreichen Zuhörer verfolgten mit Spannung Grewes anschauliche Darstellung von Planung und Trassierung der römischen Wasserleitung. Er demonstrierte dies für jeden verständlich mit von den Römern dazu erfundenen Werkzeugen wie „Groma“ (Winkelkreuz) und „Chorobat“ (Messbalken zur Nivellierung), um das 98 km lange Bauwerk gerade und auf dem vorgesehenen Höhenniveau zu errichten.
Für das leibliche Wohl grillte der HVV-Vorsitzende „lucanische Würtschen“, die nach einem echten Rezept aus der Römerzeit mit mediterranen Kräutern, Pistazien, Pinienkernen und Fischsauce gewürzt, vom Metzger eigens hergestellt wurden. Dazu wurde „Mulsum“ gereicht, ein Gewürzwein ebenfalls nach römischem Rezept.
Daneben wurden Spiele angeboten, deren Regeln auch schon aus der Römerzeit stammen.
Das rundum gelungene Familienfest „für alle Sinne“ soll aufgrund des großen Zuspruchs vermutlich im nächsten Jahr fortgeführt werden.
Viele Interessierte Foto: HVV
Schlange am Grill Foto: HVV
Vorlesung am Orginalschauplatz Foto: HVV
