Verkehrsunfall mit mehreren Transportfahrzeugen
Gefahrstoffzug des Westerwaldkreises übte auf gesperrter A 48
Montabaur. Den Brückenabriss in Höhr-Grenzhausen und die damit verbundene Teilsperrung der A 48 nutzte der Gefahrstoffzug des Westerwaldkreises für eine großangelegte Übung unter realen Bedingungen auf der Autobahn. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit mehreren Transportfahrzeugen und unterschiedlichen Gefahrstoffen. Neben einem Stückguttransporter mit radioaktiven Materialien waren ein Sattelzug mit chemischen Flüssigkeiten in IBC-Behältern sowie ein Tanklastzug mit Dieselkraftstoff in das Szenario eingebunden. Mehrere verletzte Personen sowie auslaufende Flüssigkeiten stellten die rund 100 Einsatzkräfte vor komplexe Herausforderungen.
Neben den Teileinheiten des Gefahrstoffzuges Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach und Rennerod, die zweimal im Jahr gemeinsam trainieren, nahmen die Freiwilligen Feuerwehren aus Ransbach-Baumbach und Dernbach sowie die Polizeiautobahnstation Montabaur und der DRK Ortsverein Kannenbäckerland an der Übung teil. Ziel war es, das Zusammenspiel zwischen örtlicher Einsatzleitung und Gefahrstoffzug auszubauen, Führungsabläufe zu festigen sowie die Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Gefahrstoffen zu erhöhen.
Durch den Aufbau der Unfallstelle mussten dabei parallel verschiedene Szenarien abgearbeitet werden. Vorrangig war die Rettung mehrerer Personen, zugleich musste aber auch der beschädigte Kraftstofftank des Tanklastzuges abgedichtet und der Diesel in sichere Behälter umgepumpt werden. Auch beim Transporter mussten auslaufende chemische Stoffe aufgefangen und umgepumpt sowie die radioaktive Ladung gesichert, gemessen und kontrolliert werden. Um im Übungsszenario kontaminierte Personen und Einsatzkräfte fachgerecht behandeln zu können, wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet. Die Einsatzleitung strukturierte die Lage in mehrere Einsatzabschnitte, um die verschiedenen Gefahrenbereiche parallel und sicher abarbeiten zu können.
Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. „Solche realitätsnahen Szenarien sind ein wichtiger Bestandteil der Gefahrenabwehr. Sie geben unseren Einsatzkräften Sicherheit Sicherheit für den Ernstfall und stärken die Zusammenarbeit über Einheiten hinweg“, so das Fazit der Übungsleitung.
Pressemitteilung Kreisverwaltung des Westerwaldkreises
Die Feuerwehrleute mussten unter anderem auslaufende Stoffe auffangen Foto: Kreisverwaltung / Carolin Faller
Kurz hinter dem Dernbacher Dreieck übte der Gefahrstoffzug auf der teilgesperrten A 48. Foto: Kreisverwaltung / Gösta Sayn
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HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
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