Allgemeine Berichte | 04.03.2026

Verkehrsunfall mit mehreren Transportfahrzeugen

Gefahrstoffzug des Westerwaldkreises übte auf gesperrter A 48

In regelmäßigen Abständen trafen sich die Einheiten zur Lagebesprechung

Montabaur. Den Brückenabriss in Höhr-Grenzhausen und die damit verbundene Teilsperrung der A 48 nutzte der Gefahrstoffzug des Westerwaldkreises für eine großangelegte Übung unter realen Bedingungen auf der Autobahn. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall mit mehreren Transportfahrzeugen und unterschiedlichen Gefahrstoffen. Neben einem Stückguttransporter mit radioaktiven Materialien waren ein Sattelzug mit chemischen Flüssigkeiten in IBC-Behältern sowie ein Tanklastzug mit Dieselkraftstoff in das Szenario eingebunden. Mehrere verletzte Personen sowie auslaufende Flüssigkeiten stellten die rund 100 Einsatzkräfte vor komplexe Herausforderungen.

Neben den Teileinheiten des Gefahrstoffzuges Höhr-Grenzhausen, Ransbach-Baumbach und Rennerod, die zweimal im Jahr gemeinsam trainieren, nahmen die Freiwilligen Feuerwehren aus Ransbach-Baumbach und Dernbach sowie die Polizeiautobahnstation Montabaur und der DRK Ortsverein Kannenbäckerland an der Übung teil. Ziel war es, das Zusammenspiel zwischen örtlicher Einsatzleitung und Gefahrstoffzug auszubauen, Führungsabläufe zu festigen sowie die Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Gefahrstoffen zu erhöhen.

Durch den Aufbau der Unfallstelle mussten dabei parallel verschiedene Szenarien abgearbeitet werden. Vorrangig war die Rettung mehrerer Personen, zugleich musste aber auch der beschädigte Kraftstofftank des Tanklastzuges abgedichtet und der Diesel in sichere Behälter umgepumpt werden. Auch beim Transporter mussten auslaufende chemische Stoffe aufgefangen und umgepumpt sowie die radioaktive Ladung gesichert, gemessen und kontrolliert werden. Um im Übungsszenario kontaminierte Personen und Einsatzkräfte fachgerecht behandeln zu können, wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet. Die Einsatzleitung strukturierte die Lage in mehrere Einsatzabschnitte, um die verschiedenen Gefahrenbereiche parallel und sicher abarbeiten zu können.

Die Verantwortlichen zeigten sich mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. „Solche realitätsnahen Szenarien sind ein wichtiger Bestandteil der Gefahrenabwehr. Sie geben unseren Einsatzkräften Sicherheit Sicherheit für den Ernstfall und stärken die Zusammenarbeit über Einheiten hinweg“, so das Fazit der Übungsleitung.

Pressemitteilung Kreisverwaltung des Westerwaldkreises

Die Feuerwehrleute mussten unter anderem auslaufende Stoffe auffangen

Die Feuerwehrleute mussten unter anderem auslaufende Stoffe auffangen Foto: Kreisverwaltung / Carolin Faller

Kurz hinter dem Dernbacher Dreieck übte der Gefahrstoffzug auf der teilgesperrten A 48.

Kurz hinter dem Dernbacher Dreieck übte der Gefahrstoffzug auf der teilgesperrten A 48. Foto: Kreisverwaltung / Gösta Sayn

In regelmäßigen Abständen trafen sich die Einheiten zur Lagebesprechung Foto: Kreisverwaltung / Carolin Faller

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest in Weißenthurm
Innovatives rund um Andernach
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Anzeige Fahrzeugsegnung
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Tag der Architektur im Steigenberger Hotel Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Per symbolischem Knopfdruck nahm die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland die PV-Anlage in Betrieb
16

Region. Mit einem symbolischen Knopfdruck hat die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland die neue Photovoltaik-Anlage auf dem Parkplatz der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises offiziell in Betrieb genommen. Das Großprojekt wurde mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz realisiert und markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit der Kreisverwaltung.

Weiterlesen

An zehn Stationen kann man nun seine Trinkflaschen problemlos auffüllen.
22

Montabaur. „Bitte einmal auffüllen!“ Wer mit einer mitgebrachten Trinkflasche in eine Refill-Station kommt, kann sie dort kostenlos mit frischem Leitungswasser auffüllen lassen. Das System ist so einfach wie nachhaltig: Es spart den Plastikmüll von Einwegflaschen, CO2-Emissionen, die bei deren Transport entstehen, und sorgt für eine einfache Trinkwasserversorgung unterwegs. Das ist gerade bei großer Hitze besonders wichtig.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Pixabay/Felix-Mittermeier
1116

Bonn bereitet sich auf Wetterextreme vor: Tiefbauamt und Feuerwehr in Alarmbereitschaft

20.06.: Gewitterwarnung: Stadt Bonn rüstet sich gegen drohende Starkregen

Bonn. Der Deutsche Wetterdienst hat für den 20. Juni 2026 eine Warnung vor extremen Wetterbedingungen in Nordrhein-Westfalen, einschließlich Bonn, herausgegeben. Neben der drückenden Hitze werden kräftige Gewitter mit Starkregen erwartet, die potenziell zu lokalen Überschwemmungen führen könnten. Solche Wetterereignisse haben in den letzten Jahren wiederholt erhebliche Schäden im Bonner Stadtgebiet...

Weiterlesen

Symbolbild.
227

Feuerwehr im Großeinsatz: Brand bleibt unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen

20.06.: Großbrand in Niederzissen: Feuerwehr verhindert Flammenübergriff

Niederzissen. Am 19. Juni 2026 geriet ein holzverarbeitender Betrieb im Bereich "Im Stiefelfeld" in Niederzissen in Brand. Um 22:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, und rund 110 Feuerwehrleute sowie andere Hilfsorganisationen nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.

Weiterlesen