Blaulicht | 01.04.2019

Polizei zieht positive Bilanz nach Fahndungs- und Sicherheits-Aktionstag in Rheinland-Pfalz

Gemeinsam länderübergreifend gegen Straftäter im Einsatz

Der länderübergreifende Fahndungs- und Sicherheits-Aktionstag soll für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum sorgen. Foto: LKA Rheinland-Pfalz

Mainz. Am Freitag, 29. März, führten die vier Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz erstmals einen länderübergreifenden Fahndungs- und Sicherheits-Aktionstag durch, um die Sicherheit im öffentlichen Raum durch gezielte Kontrollen zu stärken. Die Polizei setzte auf ein ganzheitliches Konzept, um gegen Straftäter vorzugehen. Der Sicherheits-Aktionstag umfasste Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen sowie Identitätsüberprüfungen im öffentlichen/urbanen Raum, an bekannten Brennpunkten, im Personennahverkehr und auf Verkehrswegen.

Kooperation mit benachbarten Bundesländern sehr bedeutsam

Rheinland-Pfalz beteiligte sich mit allen Polizeipräsidien und war mit insgesamt 827 Kräften im Einsatz. Unterstützt wurden die Polizeibeamtinnen und -beamten der Präsidien durch Beamtinnen und Beamte der rheinland-pfälzischen Bereitschaftspolizei, des Zolls, der Bundespolizei sowie Kräften der Ordnungsbehörden und Verkehrsbetriebe.

„Die Beteiligung aller acht Polizeibehörden des Landes zeigt, wie wichtig der Polizei Rheinland-Pfalz die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum ist“, betonte einer der Polizeiführer des Einsatzes, Polizeirat Thomas Welsch. „Da Straftäter sich bei ihren Taten nicht an Ländergrenzen orientieren, ist die seit Jahren bewährte Kooperation mit benachbarten Bundesländern sowie der Bundespolizei und dem Zoll für uns unverzichtbar.“

196 Straftaten wurden registriert

Im Fokus der Maßnahmen des Fahndungs- und Sicherheits-Aktionstag stand die Bekämpfung der Straßenkriminalität, insbesondere von Aggressionsdelikten, der Betäubungsmittelkriminalität sowie von Verkehrsdelikten. Dabei wurden in Rheinland-Pfalz 2.227 Personen überprüft - in 873 Fällen handelte es sich hierbei um Kfz-Führer und Berufskraftfahrer. Acht Personen wurden vorläufig festgenommen.

Die Polizei Rheinland-Pfalz registrierte 196 Straftaten, wobei die Mehrheit auf das „Schwarzfahren“ im Personennahverkehr zurückzuführen ist. Daneben wurden drei Körperverletzungen, sechs Eigentumsdelikte und ein Raubdelikt durch die Polizei registriert. Zudem erfasste die Polizei 122 Ordnungswidrigkeiten. Weiterhin konnten landesweit 45 Haftbefehle vollstreckt und 41 Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr wurden durch die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamte 19 Blutproben entnommen. 15 Personen durften ihre Fahrt nicht fortsetzen. Zu technischen Beanstandungen kam es in zehn Fällen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Westpfalz waren insgesamt 120 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte im Raum Kaiserslautern 247 Personen, davon 143 Kfz-Führer. Insgesamt wurden 12 Straftaten und 28 Ordnungswidrigkeiten registriert. Im Zuge einer Jugenschutzkontrolle im Bereich der Mall in Kaiserslautern fiel eine männliche Person mit aggressivem Verhalten auf. Da er sich an den erteilten Platzverweis nicht hielt und weiterhin durch aggressives Verhalten auffiel, wurde er durch die Polizeibeamten unter massivem Wiederstand in Gewahrsam genommen. Weiterhin konnten durch die Polizei Westpfalz zwei Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr wurden durch die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamte sechs Blutproben entnommen. Fünf Personen durften ihre Fahrt nicht fortsetzen.

Sieben Haftbefehle vollstreckt

Im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz waren insgesamt 192 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte im Raum Koblenz 387 Personen, davon 115 Kfz-Führer und Berufskraftfahrer und nahm eine Person vorläufig fest. Insgesamt wurden 20 Straftaten - davon eine Körperverletzung, vier Eigentumsdelikte und ein Raub - aufgenommen. Zudem registrierte die Polizei Koblenz 18 Ordnungswidrigkeiten. Weiterhin konnten sieben Haftbefehle vollstreckt und 16 Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr wurden durch die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamte zwei Blutproben entnommen. Eine Person durfte ihre Fahrt nicht fortsetzen, da auf dem Rastplatz „Heiligenroth“ durch den Einsatz eines Dokumentenprüfgerätes ein gefälschter Führerschein festgestellt werden konnte. Zu technischen Beanstandungen kam es in sieben Fällen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz waren insgesamt 146 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte im Raum Ludwigshafen 252 Personen, davon 60 Kfz-Führer und Berufskraftfahrer. Die Polizei nahm zwei Personen vorläufig fest. Insgesamt wurden 128 Straftaten registriert - bei 118 Straftaten davon handelte es sich allerdings um Erschleichen von Leistungen im öffentlichen Personennahverkehr („Schwarzfahren“). Zudem wurden 19 Ordnungswidrigkeiten registriert. Weiterhin konnten 22 Haftbefehle vollstreckt und acht Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr durfte eine Person ihre Fahrt nicht fortsetzen. Zu technischen Beanstandungen kam es in zwei Fällen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Mainz waren insgesamt 236 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte im Raum Mainz 1.103 Personen, davon 446 Kfz-Führer und Berufskraftfahrer. Insgesamt wurden 14 Straftaten registriert - davon zwei Körperverletzungen und ein Eigentumsdelikt. 32 Ordnungswidrigkeiten wurden durch die Polizei Mainz erfasst. Weiterhin konnten 12 Haftbefehle vollstreckt und zwei Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr wurden durch die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamte drei Blutproben entnommen.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Trier waren insgesamt 133 Kräfte im Einsatz. Die Polizei überprüfte im Raum Trier 238 Personen, davon 109 Kfz-Führer und Berufskraftfahrer. Die Polizei Trier nahm vier Personen vorläufig fest. Insgesamt wurden 22 Straftaten und 25 Ordnungswidrigkeiten registriert. Weiterhin konnten vier Haftbefehle vollstreckt und 13 Durchsuchungen durchgeführt werden. Im Bereich Verkehr wurden durch die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamte acht Blutproben entnommen. Acht Personen durften ihre Fahrt nicht fortsetzen. Zu technischen Beanstandungen kam es in einem Fall.

Pressemitteilung Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz

Der länderübergreifende Fahndungs- und Sicherheits-Aktionstag soll für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum sorgen. Foto: LKA Rheinland-Pfalz

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