60 Jahre Bundeswehrstandort Montabaur
Geschichte und Bedeutung des Bundeswehrstandorts Montabaur im Westerwald
aus Vielbach
Montabaur. Vor 60 Jahren wurde Montabaur Garnison. Am 1. September 1966 wurde Montabaur Bundeswehrstandort. Die Westerwälder Zeitung titelte seinerzeit: „Montabaur ist über tausend Einwohner größer geworden – Die Unterwesterwälder empfingen ihre Soldaten mit Beifall und Freundschaft.“ Dieser positive Beginn hat im Grunde bis heute getragen, wenn auch die Erinnerungen an die Soldaten etwas verblasst sind, seit 2004 die Westerwald-Kaserne aufgegeben wurde. Die Stadt konnte außer durch die neuen Einwohner auch auf anderen Feldern profitieren: Stadthalle/Soldatenheim, ein Hallenbad, eine neue evangelische Kirche, zivile Arbeitsplätze, Handel und Gewerbe usw. entwickelten sich in der Folge.
Aus Anlass des Jahrestages haben einige ehemalige Soldaten ein Treffen organisiert und zum Austausch von Erinnerungen in das b05 im Horresser Wald eingeladen. Zuvor bestand noch die Möglichkeit, das Quartier Süd – die ehemalige Kaserne – zu durchstreifen und die positiven Veränderungen des heutigen Quartier Süd in Augenschein zu nehmen.
Nach der Begrüßung durch Bernd Schrupp (Vielbach) nahmen die Beigeordneten der Stadt und Verbandsgemeinde Montabaur, Herr Hansen und Herr Lopp, sowie Dr. Poell vom Verein b05 als Gastgeber die Gelegenheit zu Grußworten wahr. Während die Beigeordneten noch einmal die Bedeutung des Standorts von 1966 bis 2004 für die Stadt Revue passieren ließen, verwies Dr. Poell auf die positive Entwicklung des ehemaligen Munitionslagers als Kunst- und Naturschutzstandort (die Westerwälder Zeitung berichtete am 03.09.2026). Auch werde die Einrichtung zunehmend für junge Menschen im Rahmen der politischen Bildung zu einem Ort der Auseinandersetzung mit und der Aufklärung über die Zeit des „Kalten Krieges“.
An die Grußworte schloss sich ein Power Point Vortrag von Bernd Schrupp an. Zu sehen waren historische Zeitungsberichte und Bilder, über die politischen Entscheidungen der Stadt, zur Ansiedlung der Kaserne und Bildmaterial vom Einzug der Soldaten. Bilder vom Einsatz des Waffensystems, der Rakete SERGEAT und Schießaufenthalt auf dem NATO Schießplatz NAMFI / Kreta vervollständigten den Vortrag. Einige Anekdoten lockerten den Vortrag auf und lösten z.T. auch Heiterkeit aus.
Als Schlusswort referierte Oberst a. D. Manfred Kühr über die taktischen und strategischen Überlegungen zur Stationierung des Waffensystems SERGEANT, mit dem Raketen Artillerie Bataillon 350 in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Herr Schrupp dankte insbesondere Frau Dr. Lorisika und Max Lorisika für die Unterstützung bei der Vorbereitung sowie seinem Co-Organisator der Veranstaltung, Kamerad Reiner Melsbach.
Den Schlusspunkt setzte eine Totenehrung für die bisher verstorbenen Kameraden des Bataillons.
Bernd Schrupp
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Militär. 01.09.1966 Bundeswehr kommt nach Montabaur - 1966..Original: Papierbild 90/60 mm sw. Foto: Bernd Schrupp