Ulmen’s Kirmesfest erlebte dieses Wochenende eine unerwartete Störung durch eine Jugendgruppe aus Koblenz/Neuwied
Gewalt und Bedrohung: Kirmesfest in Ulmen überschattet von jugendlicher Aggression
Ulmen. Am vergangenen Wochenende, 03.-04.06.2023, war das beschauliche Ulmen der Schauplatz eines lebhaften Kirmesfestes. Doch die Festlichkeiten wurden durch das unerwartete Verhalten einer Jugendgruppe aus der Region Koblenz/Neuwied getrübt, die sich auf eine Spur von Gewalt und Einschüchterung begab.
Die 6-10 Mitglieder starke Gruppe, im Alter von 14 bis 18 Jahren, richtete ihre aggressive Energie insbesondere auf einen 14-jährigen Jungen, den sie angriffen und dabei glücklicherweise nur leichte Gesichtsverletzungen verursachten. Es scheint, dass diese Taten nicht nur aus Vergnügen, sondern auch zur Selbstdarstellung durchgeführt wurden, da die Täter das Geschehen angeblich aufgenommen haben. Zwei Mobiltelefone wurden von den Ordnungskräften beschlagnahmt, die als potenzielle Beweismittel dienen könnten. Darüber hinaus fanden die Beamten einen Baseballschläger in einem PKW und stellten diesen sicher.
Die Jugendlichen zeigten sich bei den polizeilichen Maßnahmen wenig kooperativ und widersprachen den Anweisungen der Beamten vehement. Erst während der Aufnahme der Anzeigen wurde bekannt, dass die Gruppe in den vorangegangenen Tagen bereits einen anderen Jugendlichen, 15 Jahre alt, ins Gesicht geschlagen und einen 16-jährigen bedroht und beleidigt hatte.
Die Behörden erteilten der Gruppe schließlich einen Platzverweis. Nach Abschluss der Veranstaltung verweilten noch etwa 30 Jugendliche im Bereich des Festplatzes. Um die Situation zu kontrollieren, waren zwei Streifen der Polizei Cochem, eine Streife der Polizei Adenau und eine Streife der Polizeiautobahnstation Mendig vor Ort. BA
