Blaulicht | 19.12.2025, 18:43 Uhr

Kontrolle und Prävention

Großangelegte Verkehrskontrolle im Rhein-Sieg-Kreis: Mehrere hundert Bußgelder und Anzeigen

Symbolbild. Foto: ROB
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Rhein-Sieg-Kreis. Die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis hat am Donnerstag (18. Dezember) den ganzen Tag über groß angelegte Verkehrskontrollen durchgeführt. Unter Führung der Leiterin der Direktion Verkehr, Polizeirätin Stephanie Spengler, waren mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten unter dem Motto „Sicher unterwegs - Schutz für alle!“ auf den Straßen im Einsatz.

Im Bereich der Kreispolizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises weisen die Unfallzahlen, mit Ausnahme der Corona-Jahre, eine steigende Tendenz auf. Im vergangenen Jahr ist zwar ein rückläufiger Trend erkennbar, jedoch befindet sich dieser im Zehn-Jahresvergleich weiterhin auf einem hohen Niveau. Besonders die Entwicklung der Verkehrsunfälle von ungeschützten Verkehrsteilnehmenden gibt Anlass zur Sorge.

Bei den Unfällen sind die fünf häufigsten Unfallursachen: Abbiegen und Wenden, Vorfahrtsverstöße, nicht angepasste Geschwindigkeit, ungenügender Sicherheitsabstand und das Fahren unter Alkoholeinfluss.

Über 500 Personen kontrolliert

Ziel der Verkehrskontrollen war, Fahrzeugführende auf mögliches Fehlverhalten hinsichtlich der häufigen Unfallursachen aufmerksam zu machen und auf die damit verbundenen Gefahren hinzuweisen sowie zur gegenseitigen Rücksichtnahme zu sensibilisieren.

Die Polizistinnen und Polizisten aus allen Fachbereichen der Polizei und von allen Polizeiwachen kontrollierten bis in die späten Abendstunden hinein mehr als 500 Fahrzeugführer, Radfahrer, E-Roller Fahrer und Fußgänger.

Die Wichtigkeit der Kontrollen wurde durch die Teilnahme des Abteilungsleiters der Polizei Rhein-Sieg, dem Leitenden Polizeidirektor Andreas Piastowski, unterstrichen, der mit auf der Straße stand und Autos anhielt.

Und die Bilanz des Tages wirft kein besonders gutes Licht auf die Verkehrsmoral der Menschen auf den Straßen: An die 100 Verwarnungsgelder musste erhoben und fast 200 Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben werden. Neben den „normalen“ Verkehrsverstößen wie Geschwindigkeitsüberschreitungen (insgesamt 53 Verstöße) hatten die Beamtinnen und Beamten u.a. ein besonderes Augenmerk auf Lkw geworfen, die nicht mit Schrittgeschwindigkeit abgebogen waren (16 Ordnungswidrigkeitenanzeigen).

19-Jähriger mit gefälschtem Führerschein

Etwas überraschend war die Zahl der Fahrzeugführer, die ohne Führerschein unterwegs waren. Viermal mussten die Polizisten hier tätig werden. Besonders tat sich ein 19-jähriger Kölner hervor. Er wurde mit seinem BMW an einem Schnellrestaurant in Sankt Augustin fahrenderweise angetroffen. Er versuchte die Beamten mit einem gefälschten polnischen Führerschein hinters Licht zu führen. Das Auto blieb am Kontrollort stehen und der junge Mann musste sich abholen lassen. Das entsprechende Strafverfahren gegen ihn wurde eingeleitet.

Neben Kontrollen beinhaltete der Verkehrseinsatz auch einen präventiven Charakter. Auf dem Europaplatz in Siegburg sprachen Verkehrserzieherinnen mit Bürgerinnen und Bürger über die Gefahren, besonders bei der ungeschützten Teilnahme im Straßenverkehr. Beamtinnen und Beamte der Kriminalprävention nutzten die Gelegenheit, auch über das Thema Taschendiebstahl zu reden.

Einsatzleiterin Stephanie Spengler zeigte sich zwar über den Einsatzverlauf erfreut, aber nicht über die Ergebnisse: „Es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns und wir müssen gemeinsam weiter darauf hinwirken, Verkehrsunfälle zu verhindern, insbesondere die schweren und tödlichen. Ich möchte, dass alle sicher zu Hause ankommen! Deshalb bleiben wir mit der erforderlichen Power am Ball!“ Pressemitteilung Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis

Symbolbild. Foto: ROB

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