Sicherheit | 25.06.2025

Wenn die Temperatur zur Gefahr wird

Hitze im Sommer: Tipps gegen Überhitzung

Symbolbild.Foto: Pixabay

Region. Sonne und sommerliche Temperaturen sorgen für gute Laune, volle Freibäder und laue Abende im Freien. Doch extreme Hitze kann zur Belastung für den Körper werden – und bei fehlender Vorsicht sogar lebensbedrohlich sein. Besonders ältere Menschen, kleine Kinder und Personen mit Vorerkrankungen sind gefährdet. Wer rechtzeitig vorbeugt, auf Warnsignale achtet und sich angepasst verhält, kann gesundheitliche Folgen vermeiden.

Warum Hitze so gefährlich sein kann

Schon ab Temperaturen über 30 Grad gerät der Körper ins Schwitzen – im wörtlichen Sinne. Um sich zu kühlen, gibt er über die Haut Wärme und Flüssigkeit ab. Wird dieser Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen, drohen Kreislaufprobleme, Erschöpfung oder sogar ein Hitzschlag. Auch die Konzentrationsfähigkeit lässt nach, das Herz wird stärker belastet.

Besonders riskant ist Hitze für:

- ältere Menschen (ab etwa 65 Jahren)

- Kleinkinder und Säuglinge

- Schwangere

- Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes

- Pflegebedürftige oder Alleinlebende

Trinken ist lebenswichtig

Ausreichend zu trinken ist die wichtigste Maßnahme gegen Überhitzung. Zwei bis drei Liter am Tag sollten es an heißen Tagen mindestens sein – bei körperlicher Aktivität sogar mehr. Am besten eignen sich Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Fruchtschorlen.

Wichtig: Man sollte über den Tag verteilt in kleinen Portionen trinken, nicht erst, wenn Durst auftritt. Eiskalte Getränke oder Alkohol belasten den Kreislauf zusätzlich und sind deshalb ungeeignet.

Wohnräume kühl halten – mit einfachen Mitteln

Direkte Sonneneinstrahlung und stehende Luft machen Wohnungen schnell unerträglich heiß. Um das zu verhindern, helfen folgende Maßnahmen:

- Fenster tagsüber geschlossen halten und abdunkeln

- morgens und abends gut lüften

- elektrische Geräte, die Wärme erzeugen, möglichst nicht verwenden

- feuchte Tücher aufhängen – sie sorgen für leichte Verdunstungskälte

- Ventilatoren nur bei Bedarf nutzen (nicht auf den Körper richten)

- Auch Zimmerpflanzen können das Raumklima leicht verbessern

Draußen unterwegs? So bleibt man geschützt

Wer sich tagsüber im Freien aufhält, sollte körperliche Anstrengung vermeiden und Tätigkeiten in die frühen Morgenstunden oder den Abend verlegen. Sonnenschutz ist dabei unerlässlich:

- helle, luftige Kopfbedeckung tragen

- Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nutzen

- leichte, helle Kleidung, die den Körper bedeckt, tragen

- möglichst im Schatten aufhalten

- Kinderwagen, Fahrradsitze und Autositze können sich stark aufheizen – hier ist besondere Vorsicht geboten

Warnsignale erkennen und richtig handeln

Typische Anzeichen für eine Überhitzung oder Dehydrierung sind:

- Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit

- Muskelkrämpfe

- ungewöhnliche Müdigkeit

- trockene Haut und Schleimhäute

- verminderte Urinmenge

Bei diesen Symptomen sollte sofort eine Pause im Schatten eingelegt, Flüssigkeit aufgenommen und ggf. medizinische Hilfe gerufen werden – besonders bei älteren Menschen oder kleinen Kindern.

Fazit: Hitzetage ernst nehmen, Risiken vermeiden

Extreme Hitze ist mehr als nur unangenehm – sie kann den Körper ernsthaft belasten. Wer sich vorbereitet, ausreichend trinkt und sich an einfache Verhaltensregeln hält, kann den Sommer unbeschwert genießen. Man sollte stets auch auf Menschen im Umfeld achten, die sich nicht gut selbst helfen können – Nachbarschaftshilfe rettet mitunter Leben.

BA

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