Allgemeine Berichte | 12.12.2025

Ein Blick hinter die Kulissen

Mons-Tabor-Bad durfte „unter Tage“ besichtigt werden

„Unter Tage“ im Mons-Tabor-Bad erklärt Schwimmmeister Lars Schlotter (l.) den Teilnehmern des Rundgangs wie die komplexe Technik funktioniert. Foto:VG Montabaur / Christina Weiß

Montabaur. Seltene Einblicke in das Mons-Tabor-Bad und in die vielfältige Arbeit der Schwimmmeister erhielten die Teilnehmer der Rundgänge, die das Bad-Team während der aktuellen Schließzeit organisiert hatte.

Auf dem Programm standen der Technikkeller, in dem man unterirdisch um das große Becken herumgehen und die beinahe historische Badtechnik besichtigen kann, ein Blick in das leere Variobecken und die defekte Röhrenrutsche.

„Das Bad sieht auf den ersten Blick noch recht gut aus. Doch wenn man die Details sieht, dann versteht man, warum wir ein neues Bad bauen wollen. Eine Sanierung im Bestand wäre schlicht unwirtschaftlich“, erklärte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich den Gästen bei der Begrüßung

. „Wir tun alles, um das alte Bad am Laufen zu halten, bis wir ein neues gebaut haben. Dass der Betrieb hier überhaupt weitergeht, haben wir vor allem dem Team zu verdanken, das mit Herzblut, Ausdauer und vielen guten Ideen die Technik pflegt und repariert.

Wenn etwas kaputtgeht, gehen hier schnell die Lichter aus.“ Er betonte, dass ein neues Bad zwar in Vorbereitung sei, der Plan aber noch an vielen Punkten und vor allem am Geld scheitern könne.

Während des Rundgangs im Technikkeller erklärten die beiden Schwimmmeister Lars Schlotter und Axel Staffel den Teilnehmern, wie die verschiedenen Filteranlagen, Pumpen, Heizung und Lüftung funktionieren. Die meisten Elemente sind 30 Jahre alt, Ersatzteile gibt es nicht mehr und der Energiebedarf ist riesig.

„Wenn eine Komponente ausfällt und wir sie nicht selbst reparieren können, kann das zum Ausfall des gesamten Systems und damit zur Schließung des Bades führen“, so die beiden Experten.

Die Teilnehmer, darunter viele Stammgäste des Bades, zollten den Schwimmmeistern Respekt: „Das ist ja viel mehr als Schlendern am Beckenrand.“ Tatsächlich, so Schlotter und Staffel, seien sie Techniker, Bastler, Chemiker, EDV-Spezialisten für das Kassensystem, Ausbilder für Nachwuchskräfte, Badeaufsicht, Rettungsschwimmer, Ersthelfer, Ordnungshüter, Schwimmlehrer, Trainingsleiter für Aqua Jogging und Wassergymnastik, Prüfer für Schwimmabzeichen und nun auch Berater für die Vorbereitung des neuen Bads. „Diese Vielfalt macht unseren Beruf so interessant.“

Im Landebecken der Röhrenrutsche erklärten sie, warum diese nicht mehr genutzt werden kann: Das Material sei durch die Temperaturschwankungen extrem rissig geworden. Das konnten die Teilnehmer im Landebecken nicht nur sehen, sondern auch ertasten. Pressemitteilung Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur

Schwimmmeister Axel Staffel (r.) im Gespräch mit Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und anderen Teilnehmern des Rundgangs.

Schwimmmeister Axel Staffel (r.) im Gespräch mit Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und anderen Teilnehmern des Rundgangs.

Beim Rundgang durchs Mons-Tabor-Bad konnten die Teilnehmer auch einen Blick in das leere Variobecken werfen.

Beim Rundgang durchs Mons-Tabor-Bad konnten die Teilnehmer auch einen Blick in das leere Variobecken werfen.

„Unter Tage“ im Mons-Tabor-Bad erklärt Schwimmmeister Lars Schlotter (l.) den Teilnehmern des Rundgangs wie die komplexe Technik funktioniert. Foto:VG Montabaur / Christina Weiß

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kleinanzeige Gartenpflege
Titel - Alles für die Schule
2+1 Aktion
Anzeige Social Ride Sonderseite Vortour der Hoffnung
Image
2+1 Aktion
Jakobsmarkt Remagen
Empfohlene Artikel
Der Schängelbrunnen ist in jeglicher Hinsicht ein Hingucker. Foto: AP
229

Seit 1941 plätschert er auf dem Willi-Hörter-Platz in der Altstadt vor sich hin. Oder besser gesagt: er spuckt sich tapfer durch die Jahrzehnte. Dieser Brunnen ist aber kein stilles Wasserspiel, sondern wie ein echter Koblenzer ein wahres Original. Original: frech, unbeeindruckt und leicht verschmitzt. Der Schängelbrunnen ist dem gewidmet, was die Koblenzer Welt im Innersten zusammenhält: dem Schängel selbst.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
3623

Der Mann soll eine Seniorin um ihr Geld betrogen haben:

18.07.: Foto-Fahndung in Neuwied: Wer kennt diesen Mann?

Neuwied. Am 16.06.2026 wurde eine 76-jährige Seniorin in Neuwied Opfer eines Betrugs. Gegen 11:30 Uhr kontaktierte sie ein bislang unbekannter Täter telefonisch und gab sich als Mitarbeiter einer Bank aus. Kurz darauf erschien ein der Geschädigten unbekannter Mann an der Anschrift und erlangte ihre Bankkarte samt PIN.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
3270

Rhein-Sieg-Kreis. Nach dem eine Verkehrsunfall in der Nacht zu Sonntag (5. Juli) auf der Bundesautobahn 61 zwischen den Anschlussstellen Miel und Rheinbach ist die sechsjährige Tochter der verunfallten Familie am Mittwoch (15. Juli) in einer Klinik ihren schweren Verletzungen erlegen. Das Mädchen war unmittelbar nach dem Unfall notoperiert worden und befand sich seitdem in intensivmedizinischer Behandlung.

Weiterlesen