NAJU-Kindergruppe Hundsangen ist auf den Hund gekommen
Hundsangen. Die spannende Frage „Wie ist der Mensch auf den Hund gekommen“ konnte leicht geklärt werden: Urahne aller Hunderassen, egal ob Dobermann oder Zwergpinscher, ist der Wolf. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland ist der Wolf eines der Hauptthemen im Naturschutz und sorgt so immer wieder für erbitterte Streitgespräche – auch bei uns im Westerwald.
Den Wolf als Urahnen der Hunde erkennt man auch noch in unserem furchtlosen und tapferen NAJU-Hunde Matti: Heldenhaft greift er den gefährlichsten Regenschirm an und Hunger auf Leckerlis hat er auch immer. Der Hund als Begleiter, Freund und Helfer des Menschen hat große Bedeutung – sei es als Hütehund, Jagdhund, Wachhund, als Retter von Verschütteten oder Spürnase beim Zoll. Auch werden Hunde als Helfer von kranken Menschen, z.B. als Blindenhunde, bei Zuckerkrankheit und auch bei der Krebsdiagnostik eingesetzt. Der Hund kann dank seiner empfindlichen Nase viele Krankheiten riechen.
Im Spiel wurde dann bei uns erforscht, was ein Hund so alles zum Leben braucht und was er in keinem Fall bekommen sollte. Schokolade ist tabu – die ist für Hunde schädlich und giftig. Er braucht auch kein Deo, keinen Nagellack und andere fragwürdige Errungenschaften des modernen Menschen. Aber jeden Tag Futter ist schon recht gut. Schließlich hat er verlernt, selbst für sich zu sorgen und ist daher vom Menschen abhängig. Mit Leckerlis lässt er sich meist gut erziehen. Dankbar ist er auch für ein paar Spielsachen – er will Beschäftigung, besonders dann, wenn er als Familienhund lebt.
Ein Arbeitshund braucht so etwas natürlich nicht – ein Hütehund beispielsweise ist mit seinen Schafen voll ausgelastet – und abends will er nur noch seine Ruhe. Zunächst irritierend für die Kinder waren Schere und Kamm. Ist der Hund am Ende doch auch an seiner Schönheit interessiert? Bei Menschen soll so etwas ja gelegentlich vorkommen. Da lohnt sich ein Blick in den Kosmetikkoffer von Mama. Es ist beim Hund aber nicht die Eitelkeit, es ist schlichtes Überleben: Einige Hunde, wie unser Matti als Pudelmischling, verlieren keine Haare. Sie müssen geschoren werden – sonst würden sie im Sommer am eigenen Fell zu sehr leiden. Andere Hunderassen lösen das Fellproblem durch jahreszeitlichen Haarverlust und Erneuerung – die müssen also nicht zum Friseur.
Dann konnte unser Matti auch zeigen, was er als ausgebildeter ehrenamtlicher NAJU- und Schulhund so leisten kann. Rasch hatte er die Witterung von versteckten Kindern aufgenommen und alle gefunden. Allerdings hat er es recht spannend gemacht, ist erst einmal herumgeschwänzelt, hat sich die Welt angesehen, angetäuscht – dann aber wieder abgedreht und hat letztlich doch den versteckten „Flüchtigen“ gestellt. Tosender Applaus und natürlich ein Leckerli waren die Belohnung. „Bello, Bello dein Knochen ist weg“ als Spiel zum Abschluss hat allen richtig viel Spaß gemacht. Die meisten Knochendiebe wurden erkannt und mussten zur „Strafe“ dann selbst der Bello sein. Außerdem gab es noch einen Film über den Hund als Haustier – dazu natürlich Popcorn – frisch selbstgemacht, leicht gezuckert und knackig.
Pressemitteilung NABU Gruppe Hundsangen
NAJU-Hund Matti. Foto: Peter Ahrens
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