Blaulicht | 06.03.2024

Zwei Motorradfahrer wurden 2023 tödlich verletzt

Polizei Adenau zieht Bilanz: Zahl der Unfälle steigt leicht

Symbolbild.  Foto: ROB

Adenau. Im Jahr 2023 hat die Polizeiinspektion Adenau 1188 (1173) Verkehrsunfälle (VU) polizeilich aufgenommen. Die Zahlen in Klammern entsprechen den Zahlen aus dem Jahre 2022. Dies bedeutet eine Zunahme von 15 Unfällen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Gesamtzahl der bei einem Verkehrsunfall verunglückten Personen ist im Jahr 2023 von 173 (2022) auf 169 (-2,3%) leicht gesunken. In Folge dieser Verkehrsunfälle erlagen 2 (1) Person ihren schweren Verletzungen. 30 (50) Personen wurden schwer verletzt und 137 (122) Personen leicht verletzt.

Der Schwerpunkt der Unfallbelastung im Jahre 2023 lag wie in den vergangenen Jahren auf den überörtlichen Straßen. Der größte Teil der Verkehrsunfälle ereignete sich mit 410 Unfällen auf den Bundesstraßen des Dienstgebietes, 276 Unfälle wurden auf Landstraßen und 169 Unfälle auf den Kreisstraßen polizeilich aufgenommen. 333 Unfälle ereigneten sich auf den Gemeindestraßen, hierbei handelt es sich überwiegend um Verkehrsunfälle auf Parkplätzen. Die PI Adenau verzeichnete im Jahr 2023= 413 (442) Wildunfälle. In Folge von Verkehrsunfällen mit Wild wurden 5 (7) Personen leicht verletzt.

Verkehrsunfälle am Nürburgring:

Anlässlich der „Touristenfahrten“ wurden im Jahr 2023 gesamt 76 (71) Verkehrsunfälle auf der Nürburgring-Nordschleife von der PI Adenau polizeilich aufgenommen. Hierbei wurden 15 (15) Personen schwer verletzt und 29 (31) Personen leicht verletzt.

Unfälle infolge mangelnder Verkehrstüchtigkeit:

Bei der PI Adenau wurden im Jahr 2023 gesamt 15 (22) Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (Alkohol und Drogen) aufgenommen. Bei den Verkehrsunfällen infolge mangelnder Verkehrstüchtigkeit waren bei 2 (4) Unfällen schwer verletzte - und bei 10 (3) Unfällen leicht verletzten Personen zu verzeichnen. Die Zahlen aus dem Jahr 2023 bewegen sich auf ähnlichem Niveau des Jahres 2021. Die Polizei Adenau legt bereits besonderen Augenmerk auf berauschte Fahrer, wir werden auch in Zukunft unsere Kontrollen in diesen Bereichen konsequent fortsetzen.

Unfälle mit Jugendlichen /Jungen Fahrern (18-24 Jahre):

Im Jahr 2023 ereigneten sich 245 (220) Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Jugendlichen/“Jungen Fahrern“. Im Jahr 2019 lag diese Zahl noch bei 312. Bei den Unfällen dieser Altersgruppe verunglückten 42 (30) Jugendliche/Junge Fahrer. Hierbei wurden 4 (6) Jugendliche schwer - und 38 (23) Jugendliche leicht verletzt.

Unfälle mit Kindern (bis 14 Jahre):

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung ist im Jahr 2023 von 10 auf 6 gesunken. Bei diesen Verkehrsunfällen wurden 4 (4) Kinder als Mitfahrer im Fahrzeug leicht verletzt.

Die Polizeiinspektion Adenau wird weiterhin Kontrollen - vor allem an Schulen und Kindergärten - durchführen, bei denen insbesondere die ordnungsgemäße Sicherung der Kinder in den Fahrzeugen überprüft wird. Wir bitten die Eltern auch auf kurzen Strecken ihre Kinder ordnungsgemäß im Fahrzeug zu sichern.

Unfälle mit Seniorinnen und Senioren (65 Jahre und älter):

An 253 (250) Verkehrsunfällen waren Senioren beteiligt. Bei den Unfällen dieser Altersgruppe wurden 6 (8) Senioren schwer verletzt und 12 (24) Senioren leicht verletzt.

Unfälle mit motorisierten Zweirädern:

Von der PI Adenau wurden im Jahr 2023 = 74 (80) Verkehrsunfälle unter Beteiligung von motorisierten Zweiradfahrern aufgenommen. Bei diesen Unfällen wurden 19 (23) Kradfahrer schwer - und 34 (32) Kradfahrer leicht verletzt. 2 (0) Kradfahrer erlagen in Folge der Unfälle ihren tödlichen Verletzungen.

Hauptunfallursachen:

An der Spitze der Hauptunfallursachen stehen nach wie vor die viel zu hohen Geschwindigkeiten und zu geringer Sicherheitsabstand. Darüber hinaus dürfte auch die Ablenkung im Straßenverkehr für zahlreiche Verkehrsunfälle verantwortlich sein. Hier insbesondere durch die Nutzung eines Mobiltelefons oder mobilen Gerätes. Die Ablenkung durch mobile Geräte wird immer noch unterschätzt.

Fazit des Leiters der PI Adenau, Polizeihauptkommissar Heiko Schmitz

„Leider ist die Lärmbelastung durch illegal veränderte Fahrzeuge in unserer Region sehr hoch. Daher werden wir weiterhin Raser und Poser in den Blick nehmen. Wir werden weiterhin unsere Kontrollmaßnahmen auf hohem Niveau fortführen und verkehrsfeindliches Verhalten entschlossen sanktionieren.

Uns liegt aber auch das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“ am Herzen. Leider sind im alltäglichen Straßenverkehr Fahrzeugführer zu beobachten, welche mit ihrem Handy beschäftigt sind, oder auch Radfahrer und Fußgänger, die mit Kopfhörern vom Straßenverkehr abgelenkt werden. Hier müssen wir auch während der Kontrollen die Einsicht beim Verkehrsteilnehmer erwecken, dass schon eine kurze Ablenkung leider fatale Folgen haben kann. Daher mein Tipp: Runter vom Gas! Aufmerksamkeit erhöhen! Das Handy kann warten!“

Es ist uns wichtig, dass Sie sicher und gesund an Ihr Ziel kommen!“BA

Symbolbild. Foto: ROB

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