Blaulicht | 23.04.2026, 14:55 Uhr

Betrugsmachen „Falsche Bankmitarbeiter“ und „Schockanruf“ führten zu Vermögensschäden

Polizei Bonn warnt vor Telefonbetrügern

Symbolbild.
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Bonn. Die Bonner Polizei warnt erneut vor Telefonbetrügern, die vermutlich auch heute wieder versuchen werden, an die Ersparnisse oder Wertsachen älterer Menschen in Bonn und der Region zu gelangen. Immer wieder machen sie dabei auch hohe Beute.

Das auf Betrugsdelikte spezialisierte Kriminalkommissariat 24 der Bonner Polizei verzeichnete in den vergangenen Tagen wieder einen Anstieg von betrügerischen Anrufen. Hierbei gaben sich die Straftäter entweder als Polizeibeamte oder als Bankmitarbeiter aus oder sie setzen die Angerufenen mit einem Schockanruf unter Druck. Bei dieser perfiden Masche teilen die Betrüger den Angerufenen z.B. mit, dass ein Familienangehöriger einen Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei sei ein Mensch schwer verletzt oder gar getötet worden.

Auf diese Weise erreichen die Täter, dass das angerufene Opfer sofort in eine psychische Ausnahmesituation gerät und kaum noch in der Lage ist, einen klaren Gedanken zu fassen. Das Telefonat wird danach häufig von einem angeblichen Polizeibeamten oder Staatsanwalt übernommen. Weil ein Mensch getötet worden sei, habe ein Richter angeordnet, dass Tochter oder Sohn nun in Untersuchungshaft müsse. Nur durch die sofortige Zahlung einer Kaution könne die Haft noch abgewendet werden. So gelingt es den Tätern, die Opfer dazu zu bringen, eine Kaution zu zahlen.

So geschehen auch am gestrigen Mittwoch (22.04.2026) in Königswinter. Dort übergab eine 89-jährige Seniorin Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro an einen Abholer. Die Frau war in dem Glauben so ihrem angeblich in einen Unfall verwickelten Sohn die Untersuchungshaft zu ersparen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein falscher Bankmitarbeiter rief am Mittwochvormittag (22.04.2026) eine 88-jährige Frau in Bonn-Auerberg an und täuschte vor, dass es mit dem Konto der Angerufenen Probleme gäbe. In diesem Zusammenhang kündigte der Anrufer einen Mitarbeiter an, der die zum Konto gehörenden EC-Karten und Kreditkarten zur weiteren Überprüfung beziehungsweise Sperrung vor Ort abholen müsse. Hierbei erfragten die Täter auch Angaben zur PIN-Nummer. Im weiteren Verlauf setzte vermutlich der Abholer selbst die Karte auch an einem Geldautomaten ein und hob dort Bargeld von dem Konto der 88-Jährigen ab.

Wie kann man sich vor den Telefonbetrügern schützen?

Ausführliche Informationen und Tipps zum wirksamen Schutz vor den Betrügern gibt die Bonner Polizei auch auf ihrer Webseite unter bonn.polizei.nrw/seniorenpraevention

Wie laufen Schockanrufe ab?

Schauspieler Marek Erhardt und Deutschlands älteste Synchronsprecherin Luise Lunow haben im Zusammenwirken mit der Polizei Hamburg einen authentischen Schockanruf eingesprochen. Wie diese Anrufe funktionieren, warum immer wieder ältere Menschen um die Ersparnisse ihres gesamten Lebens gebracht werden und welche Informationen hierzu die Polizei Hamburg für Sie hat, hören Sie hier:polizei.hamburg/geschockt-abgezockt

Die Polizei empfiehlt:

Hören Sie sich die Aufnahme aufmerksam an. Reden Sie mit Ihrer Verwandtschaft und im Bekanntenkreis über Schockanrufe und Telefonbetrug. Bereiten Sie sich gedanklich darauf vor, dass auch Sie einen solchen Anruf erhalten könnten.

Pressemitteilung Polizei Bonn

Symbolbild. Foto: Song_about_summer - stock.adobe.com

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