Blaulicht | 15.03.2025, 10:28 Uhr

Emotionale Auswirkungen bei Betroffenen und Einsatzkräften

Polizei warnt vor Schockanrufen durch falsche Polizeibeamte

Polizei warnt vor Schockanrufen durch falsche Polizeibeamte
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Dienstgebiet Polizeiinspektion Linz. Am Donnerstag kam es im Laufe des Tages im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Linz zu 23 Meldungen zu Anrufen von falschen Polizeibeamten. Es blieb in allen bekannt gewordenen Fällen beim Versuch, ohne dass ein Schaden eintrat. In einem Fall erschien gestern erschüttert und voller Sorge ein älterer Mann bei der Polizeiinspektion Linz. Er berichtete von einem Anruf, bei dem ein angeblicher Polizeibeamter ihm mitgeteilt hatte, sein Kind sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Nur durch die Zahlung einer hohen Kaution könne eine Gefängnisstrafe verhindert werden. Der Mann war durch den emotionalen Druck so verängstigt, dass er kurz davorstand, eine erhebliche Geldsumme zu übergeben. Der Mann suchte daraufhin die "echte Polizei" auf und wurde über die Betrugsmasche aufgeklärt.

Für die Betroffenen ist die psychische Belastung enorm. Der Gedanke, einem nahen Angehörigen könnte etwas Schlimmes passiert sein, führt oft zu Panik und einer eingeschränkten Urteilsfähigkeit. Selbst erfahrene Polizeibeamte sind immer wieder betroffen, wenn sie miterleben, wie hilflos und erschüttert die Opfer solcher Anrufe sind. Dieser Vorfall verdeutlicht erneut die skrupellosen Methoden, mit denen Betrüger insbesondere ältere Menschen ins Visier nehmen.

Die Polizei ruft zur Aufklärung in den Familien auf In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei eindringlich an die jüngere Generation: Klären Sie Ihre älteren Angehörigen über diese Betrugsmasche auf! Sensibilisieren Sie sie dafür, dass echte Polizeibeamte niemals am Telefon Geld oder Wertgegenstände verlangen.

Die Polizei wird weiterhin gezielt gegen diese Täter vorgehen und setzt auf die Unterstützung der Bevölkerung, um insbesondere ältere Mitbürger zu schützen.

Für den Fall eines verdächtigen Anrufs empfiehlt die Polizei folgende Hinweise dringend zu beachten:

- Beenden Sie das Telefonat und kontaktieren Sie die örtliche Polizeidienststelle.

- Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür.

- Geben Sie gegenüber unbekannten Personen keine Namen von Familienangerhörigen preis.

- Übergeben Sie Unbekannten kein Geld und keine Wertsachen.

- Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu, auch wenn der Anrufer dies ausdrücklich verbietet.

- Erteilen Sie keine Auskünfte zu Geld- und Vermögenswerten am Telefon.

Keine staatliche Organisation fordert die Herausgabe von Bargeld oder Schmuck.

Für weitere Informationen oder bei verdächtigen Anrufen steht Ihre örtliche Polizeidienststelle jederzeit zur Verfügung.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Linz/Rhein

Foto: Symbolbild. Foto: Pixabay

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