Allgemeine Berichte | 11.05.2026

Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nagetiere haben hier keine natürlichen Feinde, so dass sie sich sehr stark vermehren können.

Rheinauensee in Bonn: Nutria-Bestand muss reduziert werden

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Bonn. Um die hohe Nutria-Population rund um den Rheinauensee zu verringern, werden in den kommenden Frühlings- und Sommermonaten wieder Jäger in der linksrheinischen Rheinaue im Einsatz sein. Das ist notwendig, um zu verhindern, dass sich die Nagetiere immer weiter ausbreiten und dem Ökosystem schaden.

Eine kontinuierliche Bejagung der Nutrias soll helfen, die Populationsgröße am Rheinauensee möglichst auf niedrigem Niveau zu halten. Nachdem 2022 und 2023 bereits in der Rheinaue gejagt worden war, wurden im Herbst 2023 weniger als zehn Tiere gezählt. Bei systematischen Zählungen im Jahr 2025 wurden wieder mehr als 80 Tiere nachgewiesen, so dass die Stadt erneut tätig werden muss. Mit der Bejagung der Nutrias setzt die Stadt die gesetzliche Verpflichtung aus der EU-Verordnung und dem Bundesnaturschutzgesetz zur Eindämmung der Verbreitung invasiver Arten um.

Nutrias zählen zu den invasiven Arten

Die auch als Biberratten bezeichneten Nutrias gehören in Deutschland und der Europäischen Union zu den sogenannten invasiven Arten. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nagetiere haben hier keine natürlichen Feinde, so dass sie sich sehr stark vermehren können. An vielen Gewässern in Deutschland ist die Nutria-Population so stark gewachsen, dass die Tiere große Schäden anrichten und heimische Tier- und Pflanzenarten gefährden.Auch am Rheinauensee in Bonn haben sich die Nutrias in den vergangenen Jahren etabliert. Für die Errichtung ihrer Bauten durchgraben sie Uferbereiche und richten hier große Schäden an. Die Tiere fressen Baumrinde ab, was zum Absterben einzelner Bäume führen kann. Besonders problematisch ist, dass sie die nützlichen Unterwasserpflanzen im Rheinauensee abfressen. Die sogenannten Makroalgen wurden im Rahmen einer aufwändigen und kostenintensiven Seesanierung eigens gepflanzt und spielen für die Stabilität des sensiblen Ökosystems eine wichtige Rolle. Die Tiere dürfen nicht gefüttert werden!

Die Stadt appelliert dringend an alle Bürger*innen, mitzuhelfen, die Nutria-Population einzudämmen, indem sie sich an das Fütterungsverbot halten: Das Füttern ist im Sinne des Tierschutzes nicht sinnvoll und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. BA

Symbolbild. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Rund um´s Haus
Dauerauftrag 2026
Print + Toaster Banner + Social Media Ad M
Verkäufer(in)
Anzeige zu Video „Sparen + Gewinnchance? So funktioniert Gewinnsparen!“
Inno aus der VG
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0378#
Empfohlene Artikel
Innerhalb von vier Wochen sammelt die Klasse ausgediente Elektrogeräte und elektronische Bauteile. Foto: privat
171

Bonn-Beuel. Die Klasse 7E der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel beteiligt sich in diesem Jahr am sogenannte „E-Waste Race 2026“. Der Wettbewerb wird von der Initiative „Das macht Schule“ gemeinsam mit der Sparkasse KölnBonn unterstützt und soll Kinder und Jugendliche für den richtigen Umgang mit Elektroschrott sensibilisieren.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Pixabay/Felix-Mittermeier
1226

Bonn. Der Deutsche Wetterdienst hat für den 20. Juni 2026 eine Warnung vor extremen Wetterbedingungen in Nordrhein-Westfalen, einschließlich Bonn, herausgegeben. Neben der drückenden Hitze werden kräftige Gewitter mit Starkregen erwartet, die potenziell zu lokalen Überschwemmungen führen könnten. Solche Wetterereignisse haben in den letzten Jahren wiederholt erhebliche Schäden im Bonner Stadtgebiet...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Bürgermeister Andreas Geron (l.) gratulierte Darja Kozlenko zum erfolgreichen Abschluss ihres Studiums.
546

Sinzig. Ende Juni konnte Bürgermeister Andreas Geron Darja Kozlenko zum Abschluss ihres Dualen Studiums für das 3. Einstiegsamt gratulieren.

Von Stadtverwaltung Sinzig aus Sinzig

Weiterlesen

Foto: Pixabay.com
394

Eine Woche hattet Ihr Zeit um Eure Lieblingsbiergärten im BLICK aktuell-Land zu nominieren – und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Insgesamt stehen 16 Biergärten zur Wahl! Nun habt ihr die Chance, in unserem großen Voting für Euren Favoriten abzustimmen. Und das lohnt sich: Der Biergarten mit den meisten Stimmen bekommt als Gewinn ein tolles Porträt in den verschiedenen Medien von BLICK aktuell.

Weiterlesen