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Staatsanwaltschaft Koblenz leitet Ermittlungsverfahren ein

Schlägerei und Tumult in Hauroth

Beleidigung, Widerstand und tätliche Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte sowie weiterer Delikte

Schlägerei und Tumult in Hauroth

23.07.2019 - 15:35

Koblenz. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen 27 Jahre alten deutschen Staatsangehörigen aus dem Landkreis Cochem-Zell wegen des Verdachts der Beleidigung in drei Fällen, des tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte und der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet.

Weiterhin wurden Ermittlungen jeweils wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gegen einen 43 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Cochem-Zell und einen 34 - jährigen Mann aus dem Landkreis Mayen-Koblenz aufgenommen. Des Weiteren wird gegen noch unbekannte Personen wegen Beleidigung, Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.


Verkehrskontrolle Fahrer flüchtete Partygäste griffen Beamte an


Dem Ermittlungsverfahren liegt - auf der Grundlage der bisherigen Ermittlungen - folgender Sachverhalt zugrunde: Am Sonntag, den 14. Juli gegen 00:40 Uhr, wollte eine Streifenwagenbesetzung der Polizeiinspektion Cochem im Raum Hauroth eine Verkehrskontrolle vornehmen. Der alkoholisierte Fahrer des Fahrzeugs, das kontrolliert werden sollte, flüchtete bei Erkennen des Streifenwagens mit hoher Geschwindigkeit über Feldwege bis zu einer Hütte, von wo aus er sich der Kontrolle zu Fuß weiter entziehen wollte. Er konnte jedoch von der Streifenwagenbesatzung ergriffen werden und war in der Folge kooperativ.

Die geschilderten polizeilichen Maßnahmen hatten in der Hütte feiernde Personen beider Geschlechter bemerkt. Einige von ihnen sollen daraufhin die Freilassung des Fahrers verlangt haben. Dabei soll der zwischenzeitlich identifizierte 27 - jährige Beschuldigte die Polizeibeamten beleidigt haben und auch wutentbrannt auf sie zugegangen sein. An Tätlichkeiten soll er jedoch durch andere Personen aus der Hütte und durch einen von den Polizeibeamten angedrohten Einsatz von Pfefferspray gehindert worden sein. Obwohl aus der Personengruppe weiter lautstark und wiederholt die Freilassung des alkoholisierten Autofahrers verlangt worden sein soll, sei es den Polizeibeamten gelungen, diesen in den Streifenwagen zu verbringen und mit ihm die Örtlichkeit verlassen.

Als die Polizeibeamten ihre Maßnahmen gegen den beschuldigten Autofahrer abgeschlossen hatten, sahen sie die Notwendigkeit einer Identitätsfeststellung der in der Hütte feiernden Personen, da sie hinsichtlich des 27 Jahre alten Beschuldigten den Anfangsverdacht der Beleidigung, der versuchten Strafvereitelung und der versuchten Gefangenenbefreiung annahmen. Um die Identitätsfeststellung vornehmen zu können, baten sie je eine Streifenwagenbesatzung aus Cochem und Mayen um Unterstützung.

Gegen 02.15 Uhr suchten daraufhin insgesamt sechs Polizeibeamte die Örtlichkeit vor der Hütte auf. Zwei Polizeibeamte sollen die Hütte betreten und den noch anwesenden 27 Jahre alten Beschuldigten aufgefordert haben, mit ihnen die Hütte zum Zwecke der Personalienfeststellung zu verlassen. Dies sei von ihm verweigert worden. In der Folge sei es zu tumultartigen Szenen gekommen sein, in deren Verlauf ein Beamter umgestoßen und zwei Bierflaschen von einer noch nicht identifizierten Person in Richtung des Kopfes des Polizisten geworfen worden seien. Der Polizeibeamte habe jedoch seine Hände schützend vor sein Gesicht halten können, so dass die erste Flasche lediglich sein linkes Handgelenk und die zweite seinen linken Oberarm getroffen habe. Durch die beiden Flaschenwürfe sei es bei dem Polizeibeamten jeweils zu Prellungen gekommen. Eine weitere bislang nicht ermittelte Person habe ebenfalls eine Bierflasche in Richtung eines zweiten Polizeibeamten geworfen, die ihn jedoch nicht getroffen habe. Den Versuch zweier Polizeibeamter, den 27 - jährigen Mann zu ergreifen, sollen die beiden 43 bzw. 34 Jahre alten Beschuldigten dadurch verhindert haben, dass sie sich vor der Hütte zwischen die Polizeibeamten und den 27 - jährigen Beschuldigten drängten, so dass diesem letztlich die Flucht gelungen sei.

Im Zuge des Tumults ist es zum Einsatz von Pfefferspray sowie der Abgabe eines Warnschusses in den unteren Bereich einer Thekenvertäfelung durch einen der eingesetzten Polizeibeamten gekommen. Durch den Pfeffersprayeinsatz ist es auch bei Polizeibeamten zu Reizungen der Atemwege gekommen. Ein Polizeibeamter soll von einem bislang unbekannten Täter so heftig geschlagen worden sein, dass er blutende Gesichtsverletzungen erlitten haben soll, bei denen es sich, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, um eine Schwellung im Nasenbereich gehandelt hat.

Auf der Grundlage dieser bisherigen Erkenntnisse hat die Staatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren wie dargestellt eingeleitet. Gegen weitere Personen besteht derzeit kein Anfangsverdacht.

Zur Ermittlung des vollständigen Sachverhalts hat das Polizeipräsidium Koblenz in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Koblenz eine Ermittlungsgruppe bei der Kriminalinspektion Mayen eingesetzt. In deren Verlauf werden der Gesamtvorgang und eine etwa bestehende Strafbarkeit der Beteiligten geprüft werden.

Pressemitteilung

Staatsanwalschaft Koblenz

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Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.

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Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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