Fünf Jahre auf der Flucht
Tatverdächtiger nach jahrelanger Suche in Hennef gestellt
Bonn. Fast fünf Jahre sind vergangen, seit in den Nachtstunden des 24. Oktober 2021 zwei Tankstellenüberfälle in Königswinter und Hennef verübt wurden.
In der ersten Tat gegen 04:00 Uhr attackierte ein maskierter Mann mit einem Messer einen Kunden am Nachtschalter der Tankstelle auf der Straße „Im Mühlenbruch“ und verlangte vergeblich Bargeld vom Tankstellenmitarbeiter.
Nur 15 Minuten später ereignete sich ein weiterer Überfall auf der Frankfurter Straße in Hennef. Auch hier wurde der Angestellte zur Herausgabe von Geld gezwungen. Nachdem der Täter die Kasse geleert hatte, forderte er die Öffnung des Tresors und verletzte den Kassierer mit einem Messerstich ins Bein.
Die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ thematisierte am 17. Januar 2024 die Raubüberfälle, was zu einer entscheidenden Wendung führte. Ein Hinweis aus der Bevölkerung leitete die Ermittlungen in eine neue Richtung. In enger Zusammenarbeit zwischen der Bonner Staatsanwaltschaft, dem Kriminalkommissariat 13 der Bonner Polizei und dem Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Sieg-Kreis gelang es, einen Tatverdächtigen zu identifizieren.
Der 27-jährige Mann wurde am Morgen des 13. Oktober 2026 in seiner Wohnung in Hennef festgenommen. Auf Antrag der Bonner Staatsanwaltschaft erfolgte am folgenden Tag die Vorführung vor einem Haftrichter, der aufgrund von Fluchtgefahr Untersuchungshaft anordnete.
Der Verdächtige, der bereits in der Vergangenheit durch diverse Verkehrsdelikte auffällig geworden war, wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die Ermittlungen in diesem Fall sind noch nicht abgeschlossen.
BA
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