Rilke-Lesung auf der Insel Nonnenwerth
„Von der Armut und vom Tode“
Poetisch-musikalisch Inszenierung am 28. April um 17 Uhr
Remagen. Am Sonntag, 28. April, 17 Uhr, finden die erfolgreichen, musikalisch untermalten Rilke-Lesungen aus den Vorjahren im Kapitelsaal des Klosters St. Clemens auf der Rheininsel Nonnenwerth ihren Abschluss: Im dritten Teil seines Stunden-Buchs verarbeitet Rilke seine Erfahrungen, die er mit der modernen Großstadt Paris Anfang des 20. Jahrhunderts gemacht hat. Die gewaltsame Armut und der Tod, die im dort begegnet sind, führten ihn auf die Spur einer spirituellen Armut, der der Tod nicht der Schrecken, sondern die Frucht des Lebens ist – geschult am Vorbild des Franz von Assisi, von dem er lernte: „Armut ist ein großer Glanz aus Innen.“ Prof. Dr. Gotthard Fermor, Prof. Dr. Mark S. Burrows und Josef Marschall gehen an diesem Abend im Kapielsaal den atemberaubenden Bildern dieser poetischen Spurensuche zu einer Armut als spiritueller Haltung in einem Stationen-Weg nach: in ausgewählten Gedichten, meditativen Klavierkompositionen, Schwarzweiß-Fotos (die in Paris entstanden sind) und Meditationen.
Prof. Dr. Gotthard Fermor, Th. M., Jahrgang 1963, leitet das Pädagogisch-Theologische Institut der Evangelischen Kirche im Rheinland in Bonn und lehrt Gemeindepädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Er ist aktiver Jazzmusiker und Rezitator. Mark S. Burrows, Ph. D., ist Professor für Historische Theologie an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Er ist Redakteur für Poesie sowie Lektor für Poesie und Kunst. Er ist ein international aktiver Rilke-Forscher und Rilke-Übersetzer (u. a. des Stunden-Buches) und veröffentlicht selbst Gedichte. Josef Marschall, geboren 1962 in Österreich, ist Komponist, Keyboarder und Jazz-Pianist mit diversen Soloprojekten und Livekonzerten. Seit 1992 als TV-Filmmusikkomponist und Sounddesigner tätig, Tonstudio in Remagen.
Die Veranstaltung beginnt am 28. April um 17 Uhr. Die Klosterfähre verkehrt ab 16.20 Uhr im Zehnminutentakt von der Anlegestelle am Rheinufer in Remagen-Rolandswerth aus. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.
