Allgemeine Berichte | 27.05.2026, 10:40 Uhr

Heiße Tage: Lebensgefahr für Tiere

Wie Tiere die Sommerhitze überstehen können

Keinesfalls sollte man Hunde oder andere Tiere bei Hitze im Auto zurücklassen. Schon nach kürzester Zeit kann ein lebensgefährlicher Kreislaufkollaps drohen.
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Region. Angesichts der anhaltend hohen Temperaturen warnt der Deutsche Tierschutzbund vor den möglichen Gefahren, denen sowohl Haus- als auch Wildtiere ausgesetzt sind.

Viele Tiere sind nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur durch Schwitzen zu regulieren, was dazu führt, dass sie besonders unter Hitze und Trockenheit leiden.

Dr. Moira Gerlach, die als Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund tätig ist, betont die Notwendigkeit, Tieren an heißen Tagen stets Zugang zu frischem Wasser und schattige Rückzugsorte zu bieten.

Haustiere sollten besonders aufmerksam beobachtet werden, um Warnsignale rechtzeitig zu erkennen.

In Außengehegen von Tieren wie Kaninchen oder Meerschweinchen ist darauf zu achten, dass genügend schattige Bereiche vorhanden sind, da sich die Sonne im Laufe des Tages bewegt. Vorab gekühlte Steinplatten oder feuchte, aufgehängte Tücher können zusätzlich für Abkühlung sorgen. Freigängerkatzen suchen sich in der Regel selbst schattige Plätze und verlagern ihre Aktivitäten auf die kühleren Stunden des Abends.

Hunde sollten vorzugsweise während der kühleren Tageszeiten, also am frühen Morgen oder am Abend, ausgeführt werden. Da sich Asphalt stark aufheizen kann, besteht die Gefahr von Verbrennungen an den Pfoten. Tiere dürfen unter keinen Umständen im Auto zurückgelassen werden, da sich binnen weniger Minuten lebensgefährliche Temperaturen im Innenraum entwickeln können. Wird ein Tier in einem überhitzten Fahrzeug entdeckt, sollte umgehend die Polizei informiert werden.

Bei Überhitzung schnell handeln

Bei Anzeichen einer Überhitzung wie starkem Hecheln, Unruhe oder Gleichgewichtsstörungen muss das Tier sofort aus der Hitze gebracht und schnell mit kaltem Wasser abgekühlt werden. Bei Verdacht auf einen Hitzschlag ist unverzüglich tierärztliche Hilfe erforderlich.

Wasserstellen helfen Wildtieren

Auch Wildtiere leiden zunehmend unter der Hitze, besonders wenn natürliche Wasserstellen austrocknen. Paulina Kuhn, Fachreferentin für Wildtiere beim Deutschen Tierschutzbund, weist darauf hin, dass Tiere wie Igel, Eichhörnchen, Wildvögel oder Stadttauben in städtischen Gebieten oft kaum noch Wasser finden. Flache Wasserschalen im Garten oder auf dem Balkon, idealerweise im Schatten platziert, können helfen und sogar Leben retten. Tierfreunde stellen solche Wasserschalen häufig auch auf Friedhöfen oder in Grünanlagen auf. Kleine Steine oder Holzstücke in den Schalen bieten Insekten eine praktische Landehilfe. Das Wasser sollte täglich erneuert werden.

Weitere Informationen zum Schutz von Wildtieren bei Hitze sind auf der Webseite des Deutschen Tierschutzbundes zu finden: www.tierschutzbund.de/tiere-themen/wildtiere/wildtiere-und-hitzeBA

Keinesfalls sollte man Hunde oder andere Tiere bei Hitze im Auto zurücklassen. Schon nach kürzester Zeit kann ein lebensgefährlicher Kreislaufkollaps drohen. Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V./Münch

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